Am 27. September staunten französische Polizisten auf der Autobahn A40 nicht schlecht, als ein Porsche mit Schweizer Kennzeichen an ihnen vorbeiraste. Auf dem Messgerät wurde eine Geschwindigkeit von 312 km/h angezeigt – erlaubt wären 130 km/h gewesen.
Auch nach Abzug der Messtoleranz war der 48-Jährige mit seinem Porsche 911 GT3 noch immer um 170 km/h zu schnell unterwegs. Bei dem Raser soll es sich laut einem Bericht von "Europe 1" um einen Schweizer Manager handeln. Die Polizei konnte ihn nach einer kurzen Verfolgung stoppen.
Als Konsequenz wurde dem Mann der Führerschein abgenommen, zudem wurde das Auto abgeschleppt. Der 48-Jährige musste zudem eine Kaution von 1.500 Euro zahlen. Des Weiteren wird er sich vor einem französischen Gericht verantworten müssen. Ihm droht eine Strafe von 3.750 Euro oder drei Monate Haft.
Sein Fahrverbot gilt allerdings nur für Frankreich, ob der Manager in seiner Heimat auch ähnliches befürchten muss, ist unklar. Für seinen bevorstehenden Prozess in Frankreich könnte der Schweizer aber ein Ass im Ärmel haben.
Laut einem Verkehrsrechtsanwalt, der sich gegenüber "Caradisiac" äußerte, sind mobile Geräte nur für bestimmte Geschwindigkeiten zugelassen. Bei älteren Radaren wäre die Marke 250 km/h, bei neueren 300 km/h.
Mit 312 km/h lag der Raser über diesen Werten, was nun sein Vorteil sein könnte. Sollte das verwendete Messgerät nämlich nicht für die Geschwindigkeit zugelassen gewesen sein, könnte die Messung angefochten werden. Die Entscheidung liege allerdings beim Gericht.