Drei mutmaßliche Kellereinbrecher gingen der Wiener Polizei am Samstagabend in Penzing ins Netz. Bei der Kontrolle entdeckten die Beamten nicht nur Einbruchswerkzeug, sondern auch Drogen und Falschgeld.
Am Samstagabend gegen 19.30 Uhr wurden Polizisten der Polizeiinspektion Albert-Schweitzer-Gasse in der Märzstraße in Wien-Penzing auf drei verdächtige Personen aufmerksam. Zwei Männer und ihre weibliche Begleiterin schoben ein Fahrrad durch die Straße. Als sie die Beamten bemerkten, verhielten sie sich auffällig nervös.
Die Polizisten entschlossen sich zu einer Personenkontrolle. Dabei fiel ihnen auf, dass die beiden Männer im Alter von 34 und 45 Jahren Arbeitshandschuhe trugen, die so gar nicht zu ihrer restlichen Kleidung passten. Zudem hatten die beiden ein aufgebrochenes Vorhängeschloss bei sich.
Bei der weiteren Kontrolle machten die Beamten zusätzliche Entdeckungen: Neben mutmaßlichem Einbruchswerkzeug und mehreren Schlüsselbünden stellten sie auch Cannabis, Crystal Meth und eine gefälschte 200-Euro-Banknote sicher.
Eine überraschende Wendung nahm die Amtshandlung, als die 32-jährige Begleiterin die beiden Männer beschuldigte, das Fahrrad kurz zuvor aus einem Keller gestohlen zu haben. Doch mit ihren Aussagen brachte sich die Ungarin selbst in Schwierigkeiten.
Die Ermittler vermuten, dass sie an dem Einbruch beteiligt gewesen sein und während der Tat Schmiere gestanden haben könnte. Für das Trio klickten schließlich die Handschellen.
Die beiden Männer, ein 34-jähriger Slowake und ein 45-jähriger Ungar, sowie die 32-jährige Ungarin wurden festgenommen. Die Ermittlungen laufen. Die Polizei prüft auch, ob die drei Verdächtigen für weitere Straftaten verantwortlich sein könnten.