Bewerbungen schreiben statt Freunde treffen: Marius Borg Høiby (29) will offenbar zurück ins Arbeitsleben. Dabei befindet sich der Sohn von Königin Mette-Marit weiterhin in Untersuchungshaft und darf das Anwesen Skaugum nur unter strengen Auflagen verlassen.
Sein neuer Anwalt Alexander Greaker verriet nun gegenüber der norwegischen Zeitung "Dagbladet", dass Marius die kommenden Wochen für seine berufliche Zukunft nutzen möchte.
"Er ist motiviert, mit der Arbeit zu beginnen", erklärte der Jurist. Der 29-Jährige wolle die Zeit nutzen, um ein konkretes Stellenangebot zu bekommen.
Was genau Marius künftig arbeiten möchte und bei welchen Unternehmen er sich bewirbt, verriet sein Anwalt nicht.
Zeit für die Jobsuche hat der Königssohn jedenfalls. Erst am Donnerstag wurde bekannt, dass Marius weiteren vier Wochen Untersuchungshaft zugestimmt hat.
Diese darf er weiterhin mit elektronischer Fußfessel in einem Haus auf Skaugum verbringen – jenem Anwesen, auf dem auch seine Mutter Königin Mette-Marit und König Haakon leben.
Dabei hätte es möglicherweise auch einen anderen Weg gegeben. Laut Greaker gab es Gespräche mit der Polizei über die Bedingungen einer möglichen Freilassung. Marius hält die dafür gestellten Voraussetzungen allerdings für unangemessen. Deshalb habe er sich entschieden, vorerst bei der bisherigen Regelung zu bleiben.
Der 29-Jährige muss damit weiterhin eine Fußfessel tragen. Hinzu kommen unangekündigte Kontrollen und regelmäßige Drogentests. Außerdem darf er einen festgelegten Bereich rund um sein Haus nicht verlassen.
Ganz freiwillig genießt Marius sein Leben auf Skaugum allerdings nicht. Bei einer früheren Anhörung hatte er bereits deutlich gemacht, wie sehr ihn die Einschränkungen nerven.
Er könne nicht einfach einkaufen gehen oder Freunde besuchen. Auch wenn er zu Hause sitze, sei er schließlich immer noch eingesperrt, beklagte sich der 29-Jährige damals.
Nun will er offenbar zumindest einen Teil seiner Zeit sinnvoll nutzen – und einen Arbeitgeber finden.
Im Juni wurde Marius Borg Høiby vom Bezirksgericht Oslo zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht sprach ihn unter anderem wegen der Vergewaltigung zweier schlafender Frauen sowie wegen Misshandlung seiner ehemaligen Lebensgefährtin Nora Haukland schuldig.
Gegen diese Teile des Urteils legte der 29-Jährige Berufung ein. Andere Verurteilungen sind bereits rechtskräftig. Unter anderem wurde er wegen Gewalt gegen eine weitere Ex-Partnerin verurteilt. Für sie gilt zudem ein zweijähriges Kontaktverbot.
Mittlerweile hat Marius auch seine Anwälte ausgetauscht. Alexander Greaker und Daniel Storrvik bereiten mit ihm das Berufungsverfahren vor. Dabei sollen auch neue Zeugen gehört werden.
Am 9. Februar 2027 geht es für Marius wieder vor Gericht.