"Auge um Auge" hatte ein 29-jähriger Türke im Streit mit seinem Ex-Geschäftspartner am 31. Juli 2025 wohl zu wörtlich genommen. Er soll sein Opfer, einen Friseur, mit einem Rasierapparat angegriffen haben. Neben einer mehrfach gebrochenen Nase wurde das linke Auge so schwer verwundet, dass es entfernt werden musste.
Laut dem Opfer sei das Motiv glasklar Eifersucht gewesen. Der 29-Jährige sei ausgerastet, weil der Friseur den Salon nun statt ihm übernehmen hätte sollen. Nach Beschimpfungen soll dann die Attacke gefolgt sein.
Der Angeklagte hält dagegen. "Ich bekenne mich nicht schuldig", erklärte er laut der "Kronen Zeitung". Das Opfer habe zuerst zugeschlagen, er habe sich nur verteidigen wollen. Der Streit sei laut ihm wegen 30.000 Euro aus der Ablöse des Salons ausgeartet. Selbst wegen banalster Dinge wurde gestritten. Es sei darum gegangen, wessen Ehefrau den Salon öfter besuche.
Stichwort Ehefrau: Während der Friseur im Spital lag, soll der Angeklagte dessen Frau an der Bushaltestelle abgefangen haben. Laut Staatsanwaltschaft habe er gedroht: "Es ist noch nicht genug Blut geflossen. Ich werde noch das zweite Auge holen. Fürchte dich vor mir – ich kann euch alle umbringen", wie die "Kronen Zeitung" berichtet.
Auch das stimme laut dem Angeklagten nicht. Er habe nur nach seinem Geld gefragt und sich selbst von der Frau bedroht gefühlt.
Ebenfalls angeklagt war ein entfernter Verwandter des Beschuldigten. Er soll der Ehefrau ausgerichtet haben: "Sag deinem Mann, er soll die Anzeige zurückziehen – sonst verliert er auch sein zweites Auge." Doch auch er bestreitet alles.
Der 29-Jährige musste sich nun wegen absichtlich schwerer Körperverletzung mit Dauerfolge vor Gericht verantworten. Bei einer Verurteilung könnten bis zu zehn Jahre Haft drohen. Der Mitangeklagte musste sich wegen Nötigung verantworten.
Laut der "Kronen Zeitung" endete der Prozess mit einem Freispruch für die beiden Angeklagten.