Aktivisten weiter kämpferisch

"Mit Risiken allein" – Kritik an Google reißt nicht ab

Sie geben nicht auf: Die Gegner des Google-Projekts im Bezirk Linz-Land steigen weiter auf die Barrikaden – und fordern einen "sofortigen Baustopp".
Oberösterreich Heute
31.08.2026, 12:57
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Das Datenzentrum des Internet-Riesen in Kronstorf lässt seit Monaten die Wogen hochgehen: Die Politik wird nicht müde, die Vorteile für den Wirtschaftsstandort zu preisen. Kritiker hingegen warnen vor den Auswirkungen auf die Umwelt und die Bevölkerung in der Region.

Gestern, Sonntag, schließlich erreichte der Protest eine neue Dimension: Rund 20 Aktivisten der Initiative "Rechenzentren Nein Danke!" besetzten die Großbaustelle und enterten das Dach. Ihre Kritik: Die Klimakatastrophe sei in vollem Gange, man könne sich keine "KI-Bunker" mit irrwitzigem Boden- Wasser- und Energieverbrauch leisten.

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Jetzt hat sich die Bürger-Initiative, die schon lange gegen das Vorhaben kämpft, zu Wort gemeldet. Die Aktion vor Ort habe deutlich gezeigt: "Die Menschen lassen uns nicht länger überfahren."

Was passiert ist, sei längst kein Einzelfall mehr und betrifft die Bevölkerung in ganz Österreich, betont die Initiative. "Überall in unserer Heimat schießen gigantische Rechenzentren aus dem Boden, während die Bevölkerung vor vollendete Tatsachen gestellt wird und mit den Risiken allein bleibt."

Die Forderungen der Initiative:

  • sofortiger Baustopp und eine echte, transparente UVP für das Gesamtprojekt.
  • ein Ende der massiven Versiegelung zum Schutz vor weiterer Austrocknung, Hitze und Bodenverlust
  • Schluss mit der Gefahr für die Gewässer – her mit strengen Grenzwerten für die Enns
  • Abwärme nutzen, statt Energie sinnlos zu verschwenden
  • volle Transparenz: alle Karten auf den Tisch, was Strom-, Wasser- und Netzdaten angeht
  • Schluss mit der Blackbox: Volle Aufklärung über die Art der Datenverarbeitung und Riegel vor sicherheitsrelevante Risiken

Was hier "im Eiltempo durchgedrückt" werde, sei in vielerlei Hinsicht untragbar. "Mit getricksten Stückelungen wird versucht, die große Umweltverträglichkeitsprüfung für den Gesamtkomplex zu umgehen", so die Kritik. Die Natur, das Grundwasser der Enns und knappe Stromerzeugung würden für den Profit internationaler Konzerne geopfert.

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