Ein Mann wurde am 16. September im Bereich der Argentinierstraße in Wien-Wieden mit einer Stichverletzung von der Berufsrettung Wien angetroffen und in den Schockraum eines Krankenhauses gebracht. Die Verletzung war schwer, jedoch aufgrund der raschen notfallmedizinischen Versorgung nicht lebensgefährlich.
Da sich am Auffindungsort weder Zeugen noch Spuren fanden, die auf den eigentlichen Tatort schließen ließen, übernahmen Kriminalbeamte des Landeskriminalamtes Wien, Außenstelle Mitte, die Ermittlungen. Im Zuge einer ersten Befragung des Opfers konnte schließlich ein nahegelegenes Hotel als Tatort ermittelt werden.
Dort wurde die Tatörtlichkeit gemeinsam mit Tatortbeamten in den Mitarbeiterräumlichkeiten im Keller des Hotels lokalisiert. Den bisherigen Ermittlungen zufolge sollten das Opfer und der Tatverdächtige an diesem Tag bei einer Reinigungsfirma einen Schnuppertag absolvieren.
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Bereits zu Beginn kam es zwischen den beiden zu einem Streit aus nichtigem Grunde, der in eine körperliche Auseinandersetzung und schließlich in die Stichverletzung mündete. Nach umfangreichen Ermittlungen konnte der zunächst unbekannte 22-jährige Tatverdächtige aus Syrien ausgeforscht und bereits wenige Tage nach der Tat von Beamten der WEGA festgenommen werden.
Bei seiner Vernehmung räumte er eine körperliche Auseinandersetzung ein, bestritt jedoch den Einsatz eines Messers. Er wurde in eine Justizanstalt gebracht. Im Zuge der weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass drei Mitarbeiter der Reinigungsfirma den Vorfall wahrgenommen haben sollen.
Die Mitarbeiter stehen im Verdacht, zum tatsächlichen Geschehensablauf gegenüber den Ermittlern unrichtige Angaben gemacht zu haben. Die drei Personen wurden wegen des Verdachts der falschen Beweisaussage angezeigt.