Österreichs Motorsport-Szene und eine ihrer bekanntesten Familien tragen Trauer. Hansi Kinigadner, Bruder von Motocross-Weltmeister (1984, 1985) Heinz, ist im Alter von 70 Jahren gestorben.
Hansi war zweifacher Motocross-Staatsmeister (1978, 1980 in der 250-ccm-Klasse) und, wie die gesamte Familie, im heimischen PS-Sport eine feste Größe.
Infolge eines schweren Unfalls im Oktober 1984 war nicht nur die Karriere abrupt vorbei, sondern Hansi sein restliches Leben querschnittsgelähmt. Auch Hannes Kinigadner, Neffe von Hansi und Sohn von Heinz, ereilte 2003 dieses Schicksal. Heinz Kinigadner gründete daraufhin die Stiftung "Wings for Life" – bis heute die bekannteste Initiative für die Unterstützung der Forschung in diesem Bereich, die jährlich allein beim gleichnamigen World Run mehrere Millionen Euro für den guten Zweck lukriert.
Heinz Kinigadner rief die Stiftung 2003 gemeinsam mit Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz ins Leben, mit dem ihn eine enge Freundschaft verband. Mateschitz verstarb 2022 im Alter von 78 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Heinz und Hannes Kinigadner
Die Familie Kinigadner wird auch stets eng mit der österreichischen Marke KTM verbunden. Die WM-Titel fuhr Heinz auf Maschinen aus Mattighofen ein, gewann für KTM auch die Rallye Paris-Dakar und arbeitete als Sportmanager für die Firma.