Karl schaut bei der Verleihung des "Niki" für Österreichs Sportler des Jahres bei der 78. Auflage durch die Finger. Das ist seit Donnerstag klar. Denn unter die Top Drei, die von Sports Media Austria bekannt gegeben wurden, fehlt der Name des umstrittenen Snowboard-Stars.
Stattdessen finden sich Snowboardcross-Olympiasieger Alessandro Hämmerle, Rad-Star Felix Gall und der Top-Kombinierer Johannes Lamparter unter den Top Drei. Von Karl fehlt trotz seiner sportlichen Erfolge jede Spur.
Gut möglich, dass dies auch mit öffentlich diskutierten Aussagen über die Beziehung zu seiner Frau Nina zu tun hat. Karls Äußerungen in einem Podcast hatten im Frühjahr viel Staub aufgewirbelt. Dazu verfolgte er eigentlich den Plan, zum Cyclocross zu wechseln und 2030 auf Olympia-Goldjagd in dieser neuen Sportart zu gehen. Doch Cyclocross wurde nicht ins Olympia-Programm aufgenommen. Karl vollzog mittlerweile eine Rolle rückwärts und macht nun doch als Alpin-Snowboarder weiter – was bei einigen ÖSV-Teamkollegen nicht gerade auf Gegenliebe stieß.
Bei den Frauen zeichnete sich hingegen ein klares Favoritinnenbild ab. Da finden sich nämlich Skeleton-Olympiasiegerin Janine Flock, Rad-Ass Valentina Höll und Riesentorlauf-Weltcupsiegerin Julia Scheib auf der Shortlist.
Beim Team des Jahres geht der "Niki" an Bundesliga-Meister LASK, die Teamkombi-Olympiasiegerinnen Ariane Rädler/Katharina Huber oder die Superteam-Olympiasieger Stephan Embacher/Jan Hörl.
Weiters werden "nikis" auch für die Behindertensportlerin und den Behindertensportler des Jahres, sowie für Special Olympics Sportlerin und Special Olympics Sportler vergeben.
Sportlerin des Jahres: Janine Flock (Skeleton), Valentina Höll (Mountainbike), Julia Scheib (Ski alpin)
Sportler des Jahres: Felix Gall (Rad), Alessandro Hämmerle (Snowboard), Johannes Lamparter (Nordische Kombination)
Team des Jahres: LASK (Fußball), Ariane Rädler/Katharina Huber (Ski alpin), Stephan Embacher/Jan Hörl (Skispringen)
Sportlerin des Jahres mit Behinderung: Veronika Aigner (Paraski alpin), Jasmin Plank (Paraklettern), Elina Stary (Paraski alpin)
Sportler des Jahres: Johannes Aigner (Paraski alpin), Thomas Frühwirth (Paratriathlon/Paracycling), Franz-Josef Lässer (Paracycling)
Special Olympics Sportlerin des Jahres: Christina Krenn (Schwimmen), Bianca Maier (Schwimmen), Kim Törl (Reitsport)
Special Olympics Sportler des Jahres: Karlo Divic (Tischtennis), Silvio Gorsche (Klettern), Georg Wolf (Schwimmen)
Die Preisverleihung geht am 15. Oktober über die Bühne.