Der tragische Tod von Biathlon-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier beschäftigt Thomas Huber bis heute. Der deutsche Extrembergsteiger war im Juli 2025 am Rettungsversuch seiner langjährigen Freundin in Pakistan beteiligt. Mehr als ein Jahr später sitzt der Schmerz noch immer tief.
"Das kann ich nicht mehr aus meinen Gedanken wischen", sagt Huber im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk. Dahlmeier war beim Bergsteigen in Pakistan tödlich verunglückt. Huber gehörte zu jenem Team, das vom Boden aus versuchte, die ehemalige Weltklasse-Biathletin zu retten. Doch jede Hilfe kam zu spät.
Für den erfahrenen Bergsteiger war es nicht der erste Verlust eines geliebten Menschen in den Bergen. "Alle Freunde, mit denen ich unterwegs war, die nicht mehr unter uns sind, das schmerzt", erzählt er. Trotzdem zieht es ihn weiterhin in die Berge. Dort spüre er die Energie seiner verstorbenen Freunde.
"Deswegen suche ich nach wie vor die Stille der Berge und bin an diesem schmalen Grat zwischen Leben und Tod unterwegs", erklärt Huber. Diese Erfahrungen seien so intensiv, "dass man die andere Welt spürt".
Besonders schwer traf ihn auch die Kritik nach einer Pressekonferenz mit Dahlmeiers Seilpartnerin Marina Krauss. Weil die beiden vor laufenden Kameras kaum Emotionen zeigten, wurden sie öffentlich angegriffen. Huber wehrte sich damals auf Instagram: "Ihr habt keine Ahnung, was in uns allen vorgeht, wenn wir diese Geschichte vor laufender Kamera erzählen. Hätten wir weinen sollen?"
Nach den Anfeindungen zog sich Huber in die Berge zurück, um zu trauern. Er hoffte damals, dass auch Krauss die nötige Zeit bekommen würde, das Erlebte zu verarbeiten. Die Erinnerung an seine Freundin Dahlmeier wird ihn wohl noch lange begleiten.