Badewannen, Waschmaschinen und Matratzen, die illegal abgestellt werden, offene Müllsäcke und Kinder, die ihr großes Geschäft hinter Büschen verrichten: Rund um den Leopold-Rister-Park in Wien-Margareten häufen sich die Beschwerden. Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch stellte Bezirksvorsteher Michael Luxenberger (Grüne) deshalb die neue Kampagne "Margareten räumt zam" vor.
Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Petra Tierscherl (Grüne) berichtet von regelmäßigen Beschwerden aus den umliegenden Gemeindebauten. Immer wieder würden dort unverschlossene Müllsäcke unerlaubt deponiert werden. Tiere reißen diese auf, der Wind verteilt den Abfall. Im Winter sorgten Styroporkügelchen sogar für eine künstliche Schneeschicht.
Besonders unverständlich findet Tierscherl eine weitere Beobachtung: Manche Mütter würden ihre Kinder hinter den Büschen ihr großes Geschäft verrichten lassen. "Ich habe es auch selber leider gesehen", schildert sie. Zwar verstehe sie, dass es bei Kindern manchmal schnell gehen müsse, allerdings befinde sich nur wenige Meter entfernt eine voll funktionierende öffentliche WC-Anlage.
Die neue WC-Anlage sorgte bereits im vergangenen Jahr mehrmals für Aufregung, da es in diesem Bereich vermehrt zu Drogenkonsum und dem Fund benutzter Spritzen gekommen ist. Auch aktuell gibt es laut Tierscherl entsprechende Beschwerden.
Mit der Kampagne "Margareten räumt zam" will Bezirksvorsteher Michael Luxenberger (Grüne) gegen die Vermüllung vorgehen. Neue Schilder mit Sprüchen wie "Sauber macht lustig" zum Nachdenken anregen. Dabei mangelt es laut Bezirksvorstehung nicht an Entsorgungsmöglichkeiten. Allein im Park befinden sich zahlreiche Mistkübel, die jedoch offenbar nicht immer verwendet werden.
Im Frühjahr sollen Schulklassen, Vereine und Nachbarn gemeinsam Müll sammeln. Die fleißigsten Teilnehmer werden beim Klimatag 2027 ausgezeichnet. Schulen erhalten zudem Material zur Mülltrennung. Auch an die Raucher wird appelliert: Ein einziger Tschickstummel könne bis zu 40 Liter Wasser verschmutzen.