40 Mal zugeschlagen

Museums-Coup in Wien – jetzt kommt alles ans Licht

Rund 3,7 Millionen Euro soll die Beute der MAK-Kunsträuber wert sein. Nun kamen neue Details zu dem Mega-Coup ans Licht.
Newsdesk Heute
28.08.2026, 19:30
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Ein spektakulärer Kunstraub beschäftigt Wien: Am Donnerstag schlugen zwei Männer gegen 14 Uhr im Museum für angewandte Kunst zu. Das Objekt ihrer Begierde: Ein historisches Collier des französischen Juwelierhauses Van Cleef & Arpels aus dem Jahr 1939. Es gehörte einst dem ägyptischen Königshaus.

Anfangs war man davon ausgegangen, dass das Schmuckstück rund 500.000 Euro wert sei – ein Irrtum. Das aus Platin und über 100 Diamanten bestehende Collier brachte es bei einer Auktion im Jahr 2015 auf 4,3 Millionen Dollar (rund 3,7 Millionen Euro) – "Heute" berichtete.

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So lief der Raub ab

Doch wie genau konnten die beiden Männer, die von einer Überwachungskamera gefilmt wurden, das Schmuckstück erfolgreich stehlen? Die Räuber sollen den Coup sehr genau geplant haben, berichtet die "Krone". Es war bereits bekannt, dass sie als "normale" Besucher mit Eintrittskarten in das Museum am Stubenring gelangten.

Dort war das Collier für die Sonderschau "GLANZSTÜCKE" hinter Panzerglas ausgestellt. Nun kam ans Licht, dass die Männer einen mitgebrachten Spezialhammer – wahrscheinlich mit Diamantspitze – nutzten, um das Panzerglas zerschlagen zu können. Ganze 40 Schläge habe es gebraucht, bis die Vitrine zerbrach. Dies habe jedoch unter einer Minute gedauert – ein Zeichen dafür, dass die Aktion einstudiert gewesen sein muss.

Einer der Diebe soll die Museumsgäste inzwischen mit einer echten Schusswaffe bedroht haben. Danach ergriffen die Männer samt Beute zu Fuß die Flucht in Richtung Stadtpark – von ihnen fehlt jede Spur. Eine großangelegte Fahndung mit Polizeihunden verlief erfolglos. Seitens der Polizei wird unter der Telefonnummer 01/31310-33800 um Hinweise gebeten.

Ausstellung wieder geöffnet

Auch im Museum sitzt der Schock wohl noch immer tief. Dennoch wurde die Ausstellung "GLANZSTÜCKE" inzwischen wieder geöffnet. Laut Generaldirektorin Lilli Hollein seien die Sicherheitsdienstleistungen vor Ort an einen externen Sicherheitsdienstleister vergeben worden. Man habe ein eigenes Sicherheitskonzept erstellt. Die Vorkehrungen hätten den "üblichen höchsten Standards für die Präsentation von Schmuckstücken" entsprochen.

Trotzdem würde sich auch dadurch "eine gezielte, bewaffnete Tat während des laufenden Ausstellungsbetriebs nicht vollständig ausschließen" lassen. Das Sicherheitspersonal vor Ort habe die Besucher vor dem bewaffneten Mann in Sicherheit gebracht. "Entscheidend ist in einer solchen Situation, dass die vorgesehenen Abläufe funktionieren und die Mitarbeiter*innen richtig reagieren. Das war hier der Fall", so Hollein. Ihr zufolge sei wichtig, dass niemand verletzt wurde.

{title && {title} } red, {title && {title} } 28.08.2026, 19:30
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