Zwei zusätzliche bezahlte Feiertage für alle Mitarbeitenden – mit diesem Schritt sorgt ein Unternehmer aus Vorarlberg jetzt für Gesprächsstoff, das berichtet vol.at. Muammer Palta, Chef der Firma "Muammer Palta Kreativ Verputz und Gerüstbau e.U." in Hard, reagiert damit auf ein Problem, das viele Betriebe kennen: Diskussionen rund um freie Tage zu islamischen Feiertagen.
Heuer bekamen erstmals alle 25 Mitarbeiter zu den hohen islamischen Feiertagen "Zuckerfest" und "Opferfest" frei. Für die freien Tage müssen weder Urlaubstage verbraucht noch Überstunden abgebaut werden. Das Opferfest fällt heuer auf die Zeit zwischen 26. und 30. Mai.
"Mit dieser Entscheidung beenden wir auch jahrelange Diskussionen darüber, wer an diesen Tagen frei hat und wie man das dann abrechnet", erklärt Palta gegenüber vol.at.
Rund 90 Prozent seiner Belegschaft seien Muslime, vor allem Menschen mit türkischer Abstammung. Die zwei zusätzlichen freien Tage gelten aber für alle Mitarbeiter. Damit kommen zu den gesetzlichen Feiertagen und dem normalen Urlaubsanspruch noch zwei weitere bezahlte freie Tage dazu.
Dass das für den Betrieb zusätzliche Kosten bedeutet, ist Palta bewusst. Trotzdem hält er an der Entscheidung fest. Seine Begründung: "Es ist trotz der hohen Arbeitslosenzahlen im Baunebengewerbe in Vorarlberg sehr schwer, gute und vor allem dauerhaft verlässliche Handwerker zu bekommen. Darum bezahle ich das meinen Mitarbeitenden gerne und nehme diese Mehrkosten auf mich", sagt er laut vol.at.
Der Unternehmer hofft damit auch, als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben. Gerade im Wettbewerb um gute Fachkräfte setzen Firmen zunehmend auf zusätzliche Vorteile für ihre Mitarbeiter.