Die Spritpreise explodieren – für viele wird das Tanken unleistbar. Zuletzt lag der Preis für einen Liter Diesel bei durchschnittlich 2,19 Euro. Für eine Berufsgruppe ist das besonders schlimm: die Taxifahrer. "Als Normalverdiener kommt man kaum noch über die Runden", sagt Taxler Hoksa (49) im Gespräch mit "Heute".
Sollten sich die Spritpreise nicht schnell wieder auf einem niedrigeren Wert einpendeln, ist sich Hoksa sicher: "So kann ich als Taxifahrer definitiv nicht weitermachen. Wir müssen dann alle zum AMS gehen." Im Business muss man oft mehrere Stunden warten, nur damit man dann bei einem kurzen Trip wenigstens zehn Euro verdient. "Wir gehen bankrott", fürchtet er.
Auch sein Kollege Murat (49) pflichtet ihm bei. "Die Ausgaben werden größer, ich mache zehn bis 20 Prozent Verlust!"
In der Zentrale von Taxi 40100 ist man sich der Sorgen der Chauffeure bewusst. "Wir merken das auf jeden Fall. Es entstehen teils Mehrkosten von 60 bis 80 Euro pro Monat", so Pressesprecherin Eveline Hruza. Da man jedoch tarifgebunden sei (die Preise sind auf Jahre fixiert), könne man sich das Geld auch nicht "zurückholen". "Die Tipps, die gegeben werden, um Sprit zu sparen, setzen wir ohnehin schon um."
Vor allem spricht Hruza hier das langsamere Fahren an. "Das geht in der Innenstadt oft eh nicht anders." Glücklicherweise seien jedoch 75 Prozent der Flotte ohnehin E-Autos oder Hybridfahrzeuge. Somit könne man wenigstens hier beim Verbrauch sparen.