Der Tod einer 82-jährigen Frau aus dem Mostviertel gibt den Behörden weiterhin Rätsel auf. Die Pensionistin war in der zweiten Septemberwoche an einer Legionelleninfektion im Landesklinikum Amstetten gestorben.
Seitdem wurde intensiv nach jener Quelle gesucht, an der sich die Frau mit den gefährlichen Bakterien angesteckt haben könnte. Nun liegen weitere Ergebnisse der Untersuchungen vor – eine Erklärung für die Infektion gibt es aber weiterhin nicht.
Die 82-Jährige hatte in einer Einrichtung für betreutes Wohnen im Bezirk Amstetten gelebt. Deshalb geriet zunächst das Wasser in ihrer Wohnung als mögliche Infektionsquelle in den Fokus.
Doch dieser Verdacht bestätigte sich nicht. In weiterer Folge wurden auch Wasserproben aus dem gesamten Gebäude genauer untersucht.
Auch diese Analysen brachten keinen Hinweis auf die Herkunft der Legionellen. "Die Suche nach einer Infektionsquelle in der Wohnung und bei weiteren möglichen Quellen im übrigen Haus war negativ", sagte Amstettens Bezirkshauptfrau Martina Gerersdorfer zum "Kurier".
Für die Behörden spricht noch ein weiterer Punkt gegen eine Ansteckung in der Wohnanlage: Dort wurden keine weiteren Erkrankungen bekannt. Daher werde inzwischen ausgeschlossen, dass sich die 82-Jährige dort infiziert hat.
Auch das persönliche Umfeld der Frau wurde unter die Lupe genommen. Die Behörden überprüften weitere Orte, an denen sich die Mostviertlerin vor ihrer Erkrankung aufgehalten hatte. Doch auch diese Nachforschungen führten zu keinem Ergebnis.
Damit bleibt vorerst völlig offen, wo sich die 82-Jährige mit den Legionellen angesteckt hatte.
Legionellenerkrankungen sind meldepflichtig. In Niederösterreich werden jedes Jahr einige Dutzend Fälle registriert. Besondere Aufmerksamkeit hatte der Fall in Amstetten auch deshalb ausgelöst, weil es im August in Linz zu einer Häufung von Legionellenfällen gekommen war.
Die Suche nach der konkreten Infektionsquelle im Fall der verstorbenen 82-Jährigen ist damit trotz der umfangreichen Untersuchungen ohne Ergebnis geblieben.