Hinter den Kulissen von Deutschlands erfolgreichster Tanzshow kommt es zu einem überraschenden Umbruch. Obwohl "Let's Dance" seit Jahren zu den größten Publikumsmagneten im deutschen Fernsehen zählt, steht nun ein bedeutender Wechsel bevor.
Seit dem Start der RTL-Show im Jahr 2006 wird "Let's Dance" von der Kölner Produktionsfirma Seapoint Productions umgesetzt. Die Rechte am Format liegen jedoch bei der britischen BBC, die auch das Original "Strictly Come Dancing" entwickelt hat. Genau diese Rechte sollen nun wieder vollständig an die BBC zurückgehen.
Wie bekannt wurde, wird die Sendung ab 2028 nicht mehr von Seapoint produziert. Stattdessen übernimmt BBC Germany die Herstellung der beliebten Tanzshow in Eigenregie.
Ob der Produktionswechsel auch sichtbare Auswirkungen auf die Sendung haben wird, ist derzeit noch offen. Nach ersten Informationen sollen allerdings weder die Jury noch das bewährte Moderationsduo ausgetauscht werden. Damit dürfte sich für die Zuschauer vorerst wenig ändern.
"Let's Dance" zählt seit Jahren zu den verlässlichsten Quotenhits im deutschen Fernsehen. Das Erfolgsrezept blieb dabei stets nahezu unverändert – genau das schätzen viele Fans an der Show.
Für Seapoint Productions bedeutet die Entscheidung einen schmerzhaften Einschnitt. Die Produktion von "Let's Dance" galt über viele Jahre hinweg als wichtigstes Prestigeprojekt des Unternehmens.
Trotz des Verlusts zeigt sich Geschäftsführerin Nina Klink gefasst. Gegenüber der "Bild" erklärte die 48-Jährige:
"Wenn man ein internationales Lizenzformat produziert, gehört es zum Geschäft, dass diese Lizenz zurückgeführt werden kann, sobald ein eigener Produzent vor Ort etabliert ist. Umso mehr erfüllt es uns mit Dankbarkeit und großem Stolz, dass wir 'Let’s Dance' trotzdem über so viele Jahre produziert haben."
Bevor die BBC die komplette Verantwortung übernimmt, steht für Seapoint jedoch noch ein besonderes Kapitel an: Die Produktionsfirma wird die Show auch 2027 betreuen – ausgerechnet im Jahr des großen 20-jährigen Jubiläums.