Schlechte Nachrichten für Familien. Wiens Leihomas springen seit mehr als 50 Jahren ein, wenn die Eltern arbeiten müssen. Doch damit könnte ab Jänner 2027 Schluss sein. Die Stadt Wien stellt die jährliche Förderung von 20.000 Euro ein, berichtet die "Krone". Ohne dieses Geld könne der Verband den Dienst nicht mehr finanzieren.
Besonders bitter: Die Nachfrage ist so groß, dass derzeit gar keine neuen Anfragen mehr angenommen werden können.
Aus dem Büro von Bildungsstadträtin Bettina Emmerling (Neos) heißt es gegenüber der "Krone": "Die Elementarpädagogik in Wien befindet sich derzeit in einem umfassenden Reformprozess. Im Zuge dessen wurde entschieden, die Förderung künftig nicht weiterzuführen."
Die Stadt wolle sich künftig auf Angebote konzentrieren, die unmittelbar zum pädagogischen Kernauftrag der Kindergärten gehören.
Beim Familienverband stößt das auf Unverständnis. "Der Omadienst ist kein Kindergartenangebot und wollte nie eines sein", erklärt der stellvertretende Vorsitzende Christopher Erben. Die Leihomas würden genau dort helfen, wo Kindergarten und Schule nicht mehr ausreichen.
Bereits 2016 hatte die Stadt die Förderung eingestellt. Nach heftiger Kritik sagte der damalige Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) jedoch zu, das Angebot weiter zu unterstützen.
Der Familienverband hofft nun erneut auf eine Lösung. Dabei profitieren nicht nur Eltern und Kinder von dem Dienst, sondern auch die älteren Frauen selbst. Die Betreuung helfe laut Omadienst-Leiterin Andrea Beer gegen Einsamkeit und fördere den Austausch zwischen den Generationen.