Reformen gefordert

Nach Amoklauf 230 Kilometer Marsch für unsere Kinder

Betroffene Eltern des Graz-Amoklaufs marschieren gemeinsam mit Unterstützern von Graz nach Wien. Ziel sind eine Million Unterschriften für Reformen.
Newsdesk Heute
22.08.2025, 17:53
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Mehr als zwei Monate nach dem schrecklichen Amoklauf am Gymnasium BORG Dreierschützengasse in Graz formiert sich eine starke Bewegung von Eltern, Pädagogen und Unterstützern, die ein deutliches Zeichen setzen will. Vom 24. August bis 3. September marschieren sie 230 Kilometer zu Fuß von Graz nach Wien – mit dem Ziel, eine Million Unterschriften für echte Bildungsreformen zu sammeln.

"Unser Hauptanliegen an die Bundesregierung ist ein Innehalten", erklärt der Initiator der Bewegung, selbst Vater zweier Kinder. "Wir müssen gemeinsam darüber nachdenken, wie wir unseren Kindern ein sicheres Umfeld bieten können, in dem sie sich ohne überfordernde Angst und Demütigungen entwickeln können. Erst wenn wir das verstanden haben, können wir in die Planung und Umsetzung gehen – für nachhaltige Ergebnisse, nicht für Schnellschüsse."

Fokus auf emotionale Gesundheit

Der Marsch startet am Sonntag, den 24. August um 8 Uhr nach einer Schweigeminute vor der Schule in Graz, um an die Opfer zu erinnern. Auf dem Weg durch über 30 Gemeinden sprechen die Teilnehmer mit lokalen Bildungsverantwortlichen, Elternvereinen und Jugendorganisationen – sie sammeln nicht nur Unterschriften, sondern auch Ideen und den Mut zur Veränderung. Bereits jetzt unterstützen Elternvereine, Lehrergewerkschaften, Psychologen und Jugendorganisationen die Initiative.

Am 3. September mündet die Aktion in einem Sternenmarsch zum Heldenplatz in Wien, wo die Unterschriften um 15:30 Uhr an Regierungsvertreter übergeben werden. Die Initiatoren fordern ein Umdenken im Bildungssystem: Weniger Leistungsdruck, mehr Fokus auf die seelische Gesundheit der Kinder. Statt nur Formeln und Fakten zu pauken, soll Resilienz-Training und emotionale Unterstützung im Schulalltag zum Standard werden.

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