Nach ihrem Wahlsieg in Berlin sorgte die Linken-Politikerin Elif Eralp (45) erneut für Aufsehen. Grund ist eine Panne bei einem Interview mit dem "Spiegel". Diese bezog sich allerdings nicht auf das Gespräch, sondern auf die Autorisierung. Dabei handelt es sich um ein übliches Prozedere bei Interviews – "Heute" berichtete.
Den Journalisten fiel nämlich auf, dass in der überarbeiteten Fassung von Eralp interne Anmerkungen standen, die wohl nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Diese betrafen die Frage zu dem umstrittenen Aktivisten Ibrahim Ibrahim. Dieser bezeichnete Hamas-Anführer und Drahtzieher des Terrorangriffs auf Israel am 7. Oktober 2023, Yahya Sinwar, als "Märtyrerhelden". Gleichzeitig trieb sich Ibrahim auch auf einer Wahlparty der Linken herum.
Die Frage zu dem Aktivisten war plötzlich gestrichen worden. Der mögliche Grund dafür wurde gleich mitgeliefert. So schrieb Eralp, dass sowohl ihr Mann als auch sie selbst "Angst vor diesen Leuten" hätten. Zudem hielt sie fest: "Ich kann mich und meine Familie für den Spiegel nicht in Gefahr bringen."
Des Weiteren habe der Sprecher der 45-Jährigen ihr erklärt, dass sich die Fragen der Journalisten nicht einfach streichen ließen. In einer weiteren Anmerkung bereut sie deshalb sogar, dem Gespräch überhaupt zugestimmt zu haben.
Aufgrund der politischen Tragweite habe sich der "Spiegel" dazu entschieden, über die Notizen der Linken-Politikerin zu berichten. Bei Eralp löste dies eine Flucht nach vorne aus. Am Donnerstag erklärte die Politikerin, dass sie sich von niemandem einschüchtern lasse und es normal sei, sich um seine Familie Sorgen zu machen. Laut "Politico" plane sie aufgrund der Veröffentlichung sogar den Deutschen Presserat einzuschalten.
Ein Bericht der "Bild" zeigt nun allerdings, dass Eralp die Lage – trotz ihrer selbstbewussten Ansage – doch ernst nimmt. Am Samstag halten die Berliner Linken nämlich ihren Landesparteitag ab.
Dafür soll die Wahlsiegerin offenbar Personenschutz erhalten. Dies hätten Sicherheitskreise der deutschen Tageszeitung am Freitag bestätigt.