Nach dem turbulenten Formel-1-Sprint in Singapur geht es für gleich neun Piloten direkt zu den Rennkommissaren! Während sich Red-Bull-Star Max Verstappen über seinen Sieg freuen darf, müssen sich zahlreiche seiner Konkurrenten für ihre Aktionen auf der Strecke verantworten.
Das Sprintrennen auf dem Marina Bay Street Circuit hatte es in sich. Zahlreiche Unfälle, Kollisionen und gefährliche Situationen sorgten für Chaos. Nun beschäftigt sich der Motorsport-Weltverband FIA mit den Vorfällen.
Besonders brisant ist der Fall von Racing-Bulls-Pilot Arvid Lindblad. Der 19-Jährige sorgte mit einer gefährlichen Geisterfahrt für Aufsehen. Um 13.15 Uhr österreichischer Zeit muss er den Rennkommissaren Rede und Antwort stehen.
Auch Haas-Pilot Oliver Bearman muss sich erklären. Dem 21-jährigen Briten wird vorgeworfen, während des Rennens unnötig langsam gefahren zu sein. Seine Anhörung ist für 12.45 Uhr angesetzt.
Gleich zwei Fahrer müssen wegen einer Kollision vorstellig werden. Cadillac-Pilot Sergio Perez und Aston-Martin-Star Lance Stroll waren im Sprint aneinandergeraten. Beide sollen um 13 Uhr bei den Stewards erscheinen.
Damit aber noch lange nicht genug! Auch Alex Albon (Williams), Gabriel Bortoleto (Audi) und Valtteri Bottas (Cadillac) müssen sich verantworten. Das Trio war sich während des Rennens auf der Strecke in die Quere gekommen. Ihre gemeinsame Anhörung ist für 13.30 Uhr angesetzt.
Besonders pikant ist auch der Zwischenfall bei McLaren. Weltmeister Lando Norris und Teamkollege Oscar Piastri kollidierten in der letzten Runde des Sprints. Beide Autos drehten sich, für Piastri war das Rennen beendet.
Nun müssen die beiden McLaren-Piloten um 13.45 Uhr gemeinsam bei den Rennkommissaren erscheinen und ihre Sicht auf den Vorfall schildern.
Während seine Konkurrenten um mögliche Strafen zittern müssen, kann sich Verstappen entspannt auf das Qualifying vorbereiten. Der Niederländer gewann den Sprint vor den Ferrari-Piloten Lewis Hamilton und Charles Leclerc.