Max Verstappen hat seinen Singapur-Fluch endlich besiegt! Nach neun vergeblichen Anläufen feierte der Red-Bull-Star erstmals einen Sieg auf dem Marina Bay Street Circuit. Der Niederländer gewann den chaotischen Formel-1-Sprint vor den beiden Ferrari-Piloten Lewis Hamilton und Charles Leclerc. Überschattet wurde das Rennen von einer regelrechten Ausfall-Orgie.
Schon vor dem Start sorgte das Wetter für Probleme. Heftige Regenfälle verzögerten den Beginn des Sprintrennens um rund 30 Minuten. Als die Ampeln schließlich erloschen, erwischte Mercedes-Pilot George Russell den besten Start und schnappte sich die Führung von Verstappen.
Doch die Freude des Briten hielt nicht lange. Noch in der ersten Runde verlor Russell nach einem Fahrfehler die Kontrolle über seinen Mercedes und krachte in die Streckenbegrenzung. Für den WM-Anwärter war das Rennen damit frühzeitig beendet.
Auch dahinter ging es ordentlich zur Sache. Lance Stroll im Aston Martin und Cadillac-Pilot Sergio Perez kollidierten miteinander. Die Rennleitung schickte daraufhin das Safety-Car auf die Strecke.
Während der Neutralisierung erwischte es auch Verstappens Teamkollegen Isack Hadjar. Der Franzose musste seinen Red Bull aufgrund eines technischen Defekts abstellen.
In der sechsten Runde wurde das Rennen wieder freigegeben. Verstappen behauptete seine Führung vor Hamilton und Leclerc. Da die Strecke stellenweise noch nass war, setzten die meisten Piloten weiterhin auf Intermediates.
Während der vierfache Weltmeister an der Spitze alles unter Kontrolle hatte, ging das große Sterben im hinteren Feld weiter. Auch Valtteri Bottas, Gabriel Bortoleto und Alex Albon mussten ihre Boliden vorzeitig abstellen.
Damit schrieb der Sprint in Singapur Formel-1-Geschichte. Noch nie zuvor waren in einem Sprintrennen so viele Fahrer ausgeschieden. Insgesamt zehn Piloten erreichten die Zielflagge nicht.
Auf der zunehmend trockenen Strecke wurde unterdessen das Reifenmanagement zur Herausforderung. Die Fahrer mussten darauf achten, ihre Intermediates nicht zu überhitzen. Ein Wechsel auf Trockenreifen hätte sich aufgrund des Zeitverlusts allerdings nicht mehr ausgezahlt.
In der letzten Runde folgte schließlich der nächste Aufreger. McLaren-Pilot Lando Norris versuchte, seinen Teamkollegen Oscar Piastri zu überholen. Dabei drehten sich beide Autos. Während Norris weiterfahren konnte und als Achter noch einen Punkt holte, war das Rennen für Piastri beendet.