Was für ein Cup-Krimi. Der LASK steht nach einem spektakulären 5:4-Erfolg gegen die SV Ried im Viertelfinale des ÖFB-Cups. Dabei sah es für den Titelverteidiger lange nach dem Aus aus. Trainer Didi Kühbauer zeigte sich nach der verrückten Aufholjagd erleichtert und hatte sogar einige Scherze auf Lager.
"Es war ein Cupfight, so wie ihn die Leute sehen wollen", erklärte der LASK-Coach nach dem Derby. Besonders die Einstellung seiner Mannschaft beeindruckte den 55-Jährigen. "Es war ein Sieg der Qualität, des Willens, der Kondition und der Leidenschaft."
Dabei lagen die Linzer nach dem Treffer von Maart in der 77. Minute bereits mit 1:3 zurück. Erst der eingewechselte Robert Ljubicic brachte die Athletiker wieder heran.
"Man hat gemerkt, dass die Mannschaft da an etwas glaubt", sagte Kühbauer und scherzte anschließend: "Wenn er den nicht reingehaut hätte, dann hätte ich ihn wahrscheinlich eh wieder ausgetauscht."
In der Nachspielzeit folgte schließlich der große Auftritt von Xavier Mbuyamba. Der Verteidiger traf aus über 20 Metern sehenswert zum 3:3-Ausgleich und rettete den LASK damit in die Verlängerung.
"Das war ein Tausendguldenschuss, so ehrlich muss man sein", schwärmte Kühbauer. Spätestens nach diesem Treffer war sich der Trainer sicher: "In der Nachspielzeit habe ich gewusst, dass wir das Spiel gewinnen werden."
In der Verlängerung machten Moses Usor (111.) und Samuel Adeniran (120.) die spektakuläre Wende perfekt. Der späte Rieder Anschlusstreffer änderte nichts mehr am Aufstieg der Linzer.
Besonders bemerkenswert: Vier der fünf LASK-Tore wurden von Einwechselspielern erzielt. Auch Kapitän Sascha Horvath lobte die Joker: "Heute waren die Einwechslungen sehr, sehr wichtig für uns."
Nach dem intensiven Derby waren die Kräfte allerdings aufgebraucht. "Wenn du mich jetzt fragst, habe ich Kraft genau Null", gestand Horvath.
Auch Kühbauer war froh, dass sich der große Aufwand am Ende ausgezahlt hatte. "Schlimm wäre es aber gewesen, wenn wir dann nach 120 Minuten oder im Elferschießen ausgeschieden wären. Weil dann hätte sich alles nicht gelohnt."
Der LASK darf damit weiter von der erfolgreichen Titelverteidigung träumen. Für die kommenden Aufgaben gegen die WSG Tirol und Slovan Bratislava soll der emotionale Derby-Sieg zusätzliche Energie liefern.