In der Nacht auf Dienstag wurde eine ruhige Wohnsiedlung in Friesach Schauplatz einer grausigen Bluttat. Laut der Polizei verschaffte sich ein 27-Jähriger gegen 2 Uhr früh mit einem Schlüssel Zutritt zur Wohnung seiner Ex-Partnerin (30). Dabei war er mit einer Hacke bewaffnet.
Als die Frau dadurch geweckt wurde und Nachschau hielt, soll der Mann sie mit der rund 80 Zentimeter langen Waffe angegriffen haben – "Heute" berichtete. Trotz schwerer Verletzungen gelang ihr die Flucht. Die 30-Jährige suchte bei einem benachbarten Haus Hilfe. In der Zwischenzeit soll der 27-Jährige den schlafenden Lebensgefährten seiner Ex aufgesucht haben. Der Mann wurde durch mehrere Schläge getötet.
Besonders dramatisch: Während der Bluttat hielten sich auch die beiden Kleinkinder der Frau in der Wohnung auf. Sie wurden durch die Tat munter und konnten die Wohnung körperlich unbeschadet verlassen. Ihre Mutter wurde im Krankenhaus operiert und konnte dieses inzwischen wieder verlassen, hieß es in einem Bericht der "Kleinen Zeitung".
Nach der unfassbaren Tat fuhr der 27-Jährige mit dem Auto seiner Ex-Lebensgefährtin davon. Seine Fahrt endete auf der Friesacher Straße (B317). Dort prallte der Mann bei St. Michael am Zollfeld frontal in einen entgegenkommenden Lkw und verstarb noch an der Unfallstelle.
Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
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Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
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Polizei-Notruf: 133
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Auch am Tag nach der Bluttat herrscht sowohl in Friesach als auch in dem Ort St. Salvator, aus dem der 27-Jährige stammte, Fassungslosigkeit. Wie die "Krone" berichtet, galt der Mordverdächtige in seinem Freundeskreis als ruhig und unauffällig. Jedoch soll er einen Hang zur Eifersucht gehabt haben. Unklar ist, ob dies schlussendlich auch der Grund für den Angriff war.
Informationen der Zeitung zufolge soll der Mann jedenfalls kurz vor der Tat einen Anruf erhalten haben. Am anderen Ende der Leitung habe sich der neue Lebensgefährte seiner Ex-Partnerin befunden. Danach beendete der Handwerker, der meist nachts gearbeitet haben soll, frühzeitig seinen Dienst.
Neben dem Motiv ist auch unklar, woher der 27-Jährige die Tatwaffe hatte. Laut dem Bericht befasst sich nun auch die Staatsanwaltschaft Klagenfurt mit dem Fall. Aufgrund des Todes des Verdächtigen wird es jedoch nie zu einer Anklage kommen.
Dennoch sei es wichtig, die "genauen Umstände" zu klären, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Markus Kitz, gegenüber der "Krone". Man habe die Obduktion des Tatverdächtigen und des Opfers angeordnet.