Tragödie in Kärnten: Am Montag führten Mitarbeiter der ASFINAG im Böschungsbereich der Südautobahn A2 zwischen den Ab- und Auffahrten Völkermarkt West und Ost in Fahrtrichtung Wien durch. Dazu nutzen sie einen Unimog mit Mäheinrichtung, eine Straßenkehrmaschine und einen Absicherungs-Lkw als Schlusslicht der Kolonne.
Wie bereits berichtet, kam es jedoch um 14 Uhr zu dem folgenschweren Crash: Ein italienischer Sattelzug prallte gegen das Heck des Absicherungs-Lkws, welcher dadurch in die Straßenkehrmaschine krachte. Diese fuhr wiederum auf das Heck des Mähfahrzeuges auf.
Während die Insassen des Mähfahrzeuges unverletzt blieben, wurden der Lenker des italienischen Sattelzugs und der Fahrer der Straßenkehrmaschine schwer verletzt. Noch schlimmer traf es den Lenker des Absicherungs-Lkws. Für den 42-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.
Besonders dramatisch: Bei dem tödlich Verunglückten handelte es sich um einen zweifachen Familienvater. Am Dienstag meldete sich nun auch dessen Arbeitgeber in einer Aussendung zu Wort.
Seitens der ASFINAG zeigte man sich zutiefst betroffen. "Uns allen ist bewusst, dass die Arbeit auf der Autobahn gefährlich ist und deswegen appellieren wir heute noch einmal besonders an alle Verkehrsteilnehmer, auf unsere Mitarbeitenden aufzupassen."
Die beiden Vorstände Hartwig Hufnagl und Herbert Kasser betonten, dass die Autobahn der Arbeitsplatz der ASFINAG-Mitarbeiter sei. "Hinter jeder Warnweste steht ein Mensch", so die Aussage der Vorstände.
Genau unter diesem Appell hatte man erst vor zwei Wochen eine Verkehrssicherheitskampagne gestartet. "Meine Mama/mein Papa arbeiten für dich. Danke, dass du aufpasst", hieß es dort. "Wir würden uns wünschen, dass wir solche Kampagnen nicht brauchen. Aber dieser Unfall führt uns auf furchtbare Weise vor Augen, dass sie leider mehr als notwendig ist."
Die Ursache des Unfalls ist indes noch ungeklärt. Für die Dauer der Erhebung des Unfallherganges und Bergungs- bzw. Aufräumarbeiten war die A2 an der betroffenen Stelle gesperrt worden. Eine Umleitung durch das Stadtgebiet von Völkermarkt wurde eingerichtet.
Die beiden Schwerverletzten wurden in Krankenhäuser gebracht. Im Einsatz standen die Freiwilligen Feuerwehren Völkermarkt, Poggersdorf, Griffen und St. Andrä im Lavanttal mit 15 Einsatzfahrzeugen und 85 Einsatzkräften. Der Streckendienst der ASFINAG, der ÖAMTC Rettungshubschrauber C11, mehrere Fahrzeuge des und Sanitäter des Roten Kreuzes.