Viele Anfragen, mehrere Besichtigungen, aber kein einziger Verkauf: Das wurde einer Kärntner Projektgesellschaft zum finanziellen Verhängnis.
Über das Vermögen der "SAPPL 51 GmbH" wurde am Landesgericht Klagenfurt ein Konkursverfahren eröffnet. Laut Antrag stehen Verbindlichkeiten von rund 967.220 Euro im Raum. Betroffen sind zwölf Gläubiger.
Die Gesellschaft wurde gegründet, um ein bestehendes Gebäude in Millstatt am See zu sanieren. Geplant waren acht Wohneinheiten plus Nebengebäude.
Der Verkaufsstart erfolgte im November 2025. Doch obwohl es laut Antrag zahlreiche Interessenten gab, kam bis Ende März 2026 kein einziger Kaufvertrag zustande.
Als Ursache nennt die Schuldnerin die Zurückhaltung vieler potenzieller Käufer. "Man weiß nicht, wohin sich der Markt entwickelt – demzufolge werden Investitionen zurückgehalten."
Hinzu kam laut Antrag ein weiteres Problem: Das Potenzial des Projekts habe sich nur schwer vermitteln lassen. Für Interessenten sei offenbar nicht leicht erkennbar gewesen, wie das Gebäude nach einer umfassenden Sanierung aussehen könnte.
Um das Projekt dennoch voranzutreiben, wollte die Gesellschaft die Generalsanierung vorziehen. Dafür wurde eine Finanzierung gesucht.
Eine Bank stellte diese zunächst in Aussicht und verlangte zusätzliches Eigenkapital. Letztlich kam es aber anders: Die Finanzierung wurde abgelehnt. Mit dem geplatzten Kredit fehlte dem Projekt die Grundlage für die weitere Umsetzung.
Wie es nun weitergeht, ist offen. Aus dem Insolvenzantrag geht weder hervor, ob der Betrieb fortgeführt werden soll, oder ob ein Sanierungsplan vorgesehen ist.