Politischer Wirbel um die ÖH-Vorsitzende der Universität Graz! Valentina Simschitz hatte in einem Interview mit der "Kleinen Zeitung" über mögliche Proteste gesprochen. Dabei erklärte sie, dass Gewalt "gegen Statussymbole des Kapitalismus oder Luxusgüter ein gewähltes Mittel sein kann, muss es aber nicht".
Die Aussage sorgt nun für heftige Reaktionen. Sowohl die FPÖ als auch die Junos, die Studierendenorganisation der Neos, verlangen ihren Rücktritt.
"Wer hier keine klare Grenze zieht, ist als ÖH-Vorsitzende nicht tragbar", kritisiert Junos-Mandatar Elias Pall. Friedlicher Protest sei ein Grundrecht, Gewalt und Sachbeschädigung hingegen nicht. Wie die "Kleine Zeitung berichtet", übt auch Neos-Landessprecher Niko Swatek Kritik: "Ob aus linken oder rechten Motiven: Gewalt bleibt Gewalt."
FPÖ-Klubobmann Marco Triller fordert ebenfalls Konsequenzen. Wer in dieser Funktion Gewalt relativiere, sei nicht geeignet, die ÖH an der Uni Graz zu führen. Auch die Aktionsgemeinschaft (AG) distanziert sich von den Aussagen.
Mittlerweile hat sich Simschitz selbst zu Wort gemeldet. Sie betont, dass sie friedliche Demonstrationen unterstütze und Gewalt nicht verherrlichen wollte.
"Wir setzen uns in Österreich für friedliche Proteste ein, wie sie es bisher auch immer waren. Es geht um Dialog und Respekt. Gewalt ist kein probates Mittel", erklärt sie. Abschließend sagt die ÖH-Vorsitzende: "Ich entschuldige mich".