In jenem Gebäude in der Wiener Innenstadt, das am 20. September teilweise eingestürzt ist, hat es Einbrüche gegeben. Laut Polizei wurde die amtliche Versiegelung bei der Haupteingangstüre von unbekannten Tätern gebrochen. "Es ist zu einem Siegelbruch bei der Haupteingangstüre durch unbekannte Täter gekommen, die Örtlichkeit war amtlich versiegelt", so Polizeisprecher Philipp Haßlinger zu "Heute".
Betroffen waren insgesamt vier evakuierte Wohnungen. Die Unbekannten brachen dort sowohl die Türschlösser als auch jene Vorhängeschlösser auf, die von der Feuerwehr nach dem damaligen Einsatz angebracht worden waren. Die Wohnungen wurden durchwühlt. "Die Gegenstände, die bei der Tat gestohlen wurden, sowie die genaue Schadenssumme kann bis dato nicht eruiert werden", so Haßlinger.
Die Spurensicherung gestaltet sich aufgrund der Situation im Gebäude sehr schwierig. Nach den Einbrüchen sicherte die Feuerwehr die betroffenen Wohnungstüren erneut mit Vorhängeschlössern. Die Ermittlungen laufen.
Bei dem teilweisen Einsturz des Hauses am 20. September kam eine 85-jährige Mathematikern und TU-Professorin ums Leben. Mehrere Personen wurden verletzt. Zum Zeitpunkt des Unglücks liefen in dem Gebäude Bauarbeiten.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen vier Beschuldigte wegen des Verdachts der fahrlässigen Gemeingefährdung. Während die Ermittlungen zu dem Hauseinsturz weiterlaufen, beschäftigt die Polizei nun zusätzlich der Einbruch in die vier evakuierten Wohnungen – der "Standard" berichtete zuerst über den Fall.