400 Euro mehr im Monat

Nach "Heute"-Bericht – FPÖ fordert Aus für "Mietwucher"

Nach dem Wirbel um massive Mieterhöhungen in einem Wiener Gemeindebau verlangt FP-Chef Nepp nun eine Senkung der Mieten bei Wiener Wohnen.
Wien Heute
22.07.2026, 15:42
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Die Aufregung um teils massive Mieterhöhungen im Wiener Gemeindebau reißt nicht ab. Nachdem "Heute" über Bewohner berichtet hatte, die nach dem Auslaufen von Förderungen mit Mehrkosten von bis zu 400 Euro pro Monat konfrontiert sind, legt nun die FPÖ nach und fordert eine grundlegende Reform bei Wiener Wohnen.

Auslaufen einer Wohnbauförderung als Grund

Konkret geht es unter anderem um den Gemeindebau am Rosa-Jochmann-Ring in der Donaustadt. Dort sorgten neue Mietvorschreibungen zuletzt für Empörung. Mehrere Bewohner berichteten "Heute", dass ihre monatlichen Wohnkosten plötzlich um mehrere hundert Euro gestiegen seien. Wiener Wohnen begründete die Erhöhungen mit dem Auslaufen einer Wohnbauförderung und verwies darauf, dass sich dadurch der Finanzierungsbeitrag ändere.

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Für FPÖ-Wien-Chef Dominik Nepp ist das nicht akzeptabel. "Wiener Wohnen sorgt für einen Skandal nach dem anderen, während die Mieten explodieren. Damit muss Schluss sein."

„Mietensteigerungen von bis zu 400 Euro monatlich wie im Falle des Rosa-Jochmann-Ring 5 sind nicht hinnehmbar“
Dominik NeppFPÖ-Chef Wien

Besonders die Erhöhungen im Gemeindebau am Rosa-Jochmann-Ring seien aus seiner Sicht nicht nachvollziehbar. "Mietensteigerungen von bis zu 400 Euro monatlich wie im Falle des Rosa-Jochmann-Ring 5 sind nicht hinnehmbar. Im Gegenteil: Wenn Darlehen auslaufen, sollte die Miete im sozialen Wohnbau auch entsprechend sinken", verweist Nepp auf den entsprechenden Mechanismus im Bereich der Wohnungsgemeinnützigkeit.

FPÖ-Kritik an Wiener Wohnen

Der FPÖ-Politiker kritisiert zudem die Struktur von Wiener Wohnen. "Im Gemeindebau werden deutlich höhere Mieten kassiert als bei Wohnungsgenossenschaften und man hat gleichzeitig einen Sanierungsstau über mehr als zehn Milliarden Euro angehäuft. Warum kann Wiener Wohnen nicht, was jede Genossenschaft kann?", so Nepp.

Die Freiheitlichen erneuern deshalb ihre Forderung nach einer umfassenden Umstrukturierung von Wiener Wohnen hin zu einer Besitzholding. Gleichzeitig verlangt die FPÖ eine deutliche Entlastung für Mieter.

"Wenn für Tausende Wiener die Gemeindewohnung vom Zuhause zur finanziellen Bürde wird, dann braucht es echte Entlastungsmaßnahmen. Daher fordert Nepp die Absenkung der Mieten im ausfinanzierten Gemeindebau auf genossenschaftliches Niveau -–damit um mehr als ein Drittel."

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