Am Mittwoch kam es in einem Wohnviertel in der US-Metropole Minneapolis zu einem Einsatz der US-Einwanderungsbehörde ICE. Mittendrin: die 37-jährige Mutter und Poetin Renee Nicole Good. Als sich die ICE-Beamten ihrem Auto näherten und einer an die Tür griff, wollte sie flüchten.
In weiterer Folge wurden von einem der Einsatzkräfte drei Schüsse in wenigen Sekunden abgegeben. Good wurde tödlich im Kopf getroffen. Für die Mutter von drei Kindern (15, 12 und 6 Jahre alt) kam jede Hilfe zu spät. Der Vorfall führte in den USA zu heftigen Protesten, zumal die Trump-Regierung versucht, der Erschossenen die Schuld an ihrem Tod zu geben.
Nun hat sich erstmals die Witwe der Verstorbenen zu Wort gemeldet. Gegenüber dem Sender MPR News sagte Becca Good, dass ihre Frau regelrecht gestrahlt habe. Sie sei ein "Sonnenschein" gewesen. Zudem sei die 37-Jährige eine überzeugte Christin gewesen, die andere Schützen wollte.
Daher hätten sie auch am Mittwoch im Süden von Minneapolis angehalten. Wie die "Bild" berichtet, wollten die beiden Frauen ihre Nachbarn von der Einwanderungsbehörde warnen. "Wir hatten Pfeifen. Sie hatten Waffen", so die trauernde Witwe. Auch der Darstellung der Trump-Regierung, wonach die Mutter versucht haben soll, den ICE-Beamten zu überfahren, widerspricht Good.
Nun sei Good "ganz allein". Sie wolle ihrem Sohn beibringen, woran Renee geglaubt habe. Nämlich, dass es Menschen gibt, die eine bessere Welt bauen. Für die 37-Jährige wurde mehrere Mahnwachen abgehalten.
Auch Spenden und Botschaften aus aller Welt treffen ein. So wurden bisher 1,5 Millionen Dollar gesammelt. Trotz der Zuwendung ist die Situation der Witwe schwierig. Minneapolis sei für sie ein sicherer Hafen gewesen, was ihr durch die ICE-Beamten nun genommen wurde.