Nach dem gewaltsamen Tod seiner Eltern Rob und Michele sitzt Nick Reiner hinter Gittern. Für ihn selbst ist das aber völlig unverständlich. Wie "20 Minuten" berichtet, glaubt er, dass sich andere gegen ihn verschworen hätten und er deshalb im Gefängnis gelandet sei.
Reiner weiß zwar, dass er seine Eltern getötet hat. Den Grund für seine Inhaftierung sieht er aber nicht in seiner Tat, sondern darin, dass er angeblich Teil einer "Verschwörung" geworden sei. Seiner Ansicht nach haben sich jene, die ihn einsperrten, gegen ihn verschworen.
Das US-Portal "TMZ" hat eine Doku veröffentlicht, die den langen Kampf von Nick Reiner gegen Drogen und psychische Probleme zeigt. Darin wird klar: Der Sohn eines bekannten Regisseurs war insgesamt 18-mal in einer Entzugsklinik und bei ihm wurde eine schizoaffektive Störung festgestellt.
"Es handelt sich hierbei um eine Form von Schizophrenie. Halluzinationen, Wahnvorstellungen, aber auch schwere Stimmungsstörungen, Manien, schwere Depressionen. Und jahrelang wurde sie nicht diagnostiziert", erklärte Harvey Levin von "TMZ".
Die Diagnose bekam Reiner erst 2020. Mit den verordneten Medikamenten ging es ihm vorerst besser. Doch laut "20 Minuten" wurde seine Medikation im Monat vor dem Mord an den Eltern von den Ärzten geändert. "Das hat ihn völlig aus der Bahn geworfen", schildert der US-Journalist weiter. "Er wurde immer gefährlicher und unberechenbarer." Seine Eltern sollen deshalb bereits in Sorge gewesen sein.
Am 14. Dezember wurden Rob und Michele tot in ihrem Haus in Los Angeles entdeckt. Noch am selben Abend wurde ihr Sohn Nick festgenommen und sitzt seither in U-Haft. Mittlerweile ist er wegen zweifachen Mordes angeklagt. Sein Anwalt Alan Jackson hat sich vor Kurzem aus dem Fall zurückgezogen, woraufhin ein Pflichtverteidiger übernommen hat.
Wie "TMZ" berichtet, will die Verteidigung auf nicht schuldig plädieren – und zwar wegen Unzurechnungsfähigkeit. Sollte Nick Reiner verurteilt werden, droht ihm lebenslange Haft oder sogar die Todesstrafe. Beim ersten Gerichtstermin im Dezember machte Reiner keine Angaben zu seiner Schuld oder Unschuld.