Erhöhung geplant

Nach Kultur-Euro: Höhere Ortstaxe bringt 94 Mio. Euro

Die höhere Ortstaxe soll Wien ab 2027 knapp 94 Millionen Euro pro Jahr bringen, so Finanzstadträtin Barbara Novak (SP). Die Wiener werden entlastet.
Thomas Peterthalner
20.09.2026, 16:57
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Nach dem Aus für den Kultur-Euro flammt nun die Diskussion um die geplante Erhöhung der Ortstaxe wieder neu auf. Heuer wurde die Touristensteuer im Sommer auf fünf Prozent erhöht, ab 1. Juli 2027 ist eine Anhebung auf acht Prozent. Die Stadt erwartet sich dadurch deutlich höhere Einnahmen, diese könnten auch dem Kulturbetrieb zugutekommen.

Abgabe bringt 94 Mio. Euro

2024 wurden von der Stadt Wien mit der Ortstaxe 41,1 Millionen Euro eingenommen. Mit der schrittweisen Erhöhung sollen es ab 2027 jährlich knapp 94 Millionen Euro sein. Bezahlt wird die Abgabe ausschließlich von Touristen, eingehoben wird die Ortstaxe von Hotels und anderen Übernachtungsbetrieben. Mehr als 80 Prozent der Nächtigungsgäste in Wien kommen laut Stadt aus dem Ausland.

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"Die Ortstaxe bringt Wien wichtige Einnahmen für Tourismus, Infrastruktur und Lebensqualität", so Finanzstadträtin und Vizebürgermeisterin Barbara Novak (SP). "2024 lagen die Einnahmen bei 41,1 Millionen Euro. Mit der schrittweisen Anpassung rechnen wir ab 2027 mit jährlichen Einnahmen von knapp 94 Millionen Euro. Dieses Geld fließt in die Qualität unserer Stadt und kommt Gästen ebenso zugute wie den Wienerinnen und Wienern."

20 Prozent in Amsterdam

Die Stadt verweist bei der Erhöhung auch auf andere europäische Metropolen. In Amsterdam liegt die Ortstaxe beispielsweise bei 12,5 Prozent. Bis 2031 ist dort laut Stadt Wien eine Erhöhung auf 20 Prozent geplant. In der beliebten spanischen Touristen-Metropole Barcelona zahlt man derzeit bis zu 15 Euro pro Übernachtung.

Seit 2013 nicht erhöht

"Wien bleibt trotz der Anpassung eine im internationalen Vergleich preislich attraktive Destination. Andere europäische Metropolen heben bereits deutlich höhere Ortstaxen ein", so Novak. "Wir investieren die Mittel nicht in Bürokratie, sondern in jene Qualität, die Wien als Kultur-, Kongress- und Tourismusstadt weltweit erfolgreich macht. Gleichzeitig bringt die Ortstaxe nicht nur Mehreinnahmen, sondern wurde seit 2013 nicht mehr erhöht, während die Kosten für touristische Infrastruktur, Kultur, Verkehr und öffentliche Räume deutlich gestiegen ist", betont die Finanzstadträtin.

Gäste leisten fairen Beitrag

"So setzen wir in Wien auf Fairness, Transparenz und Dialog. Die Ortstaxe ist kein Selbstzweck, sondern ein Beitrag zur Sicherung jener Qualität, die Wien zu einer der lebenswertesten Städte der Welt und zu einer der erfolgreichsten Tourismusdestinationen Europas macht. Gäste leisten einen fairen Beitrag, während die Wiener Bevölkerung von Investitionen in Infrastruktur, Kultur, Mobilität und Lebensqualität profitiert", so Novak abschließend.

pet,20.09.2026, 16:57
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