Die Aufarbeitung des tödlichen Eisenbahnunfalls von Ex-Teamtorhüter Alexander Manninger wird sich über Wochen ziehen. Ermittler und Gutachter rechnen derzeit nicht mit raschen Antworten.
Eine zentrale Rolle spielt dabei die angeordnete Obduktion: Die Staatsanwaltschaft Salzburg bestätigte am Freitag die gerichtsmedizinische Untersuchung. "Es gehöre zu einem Standardprozedere nach tödlichen Unfällen, dass sich auch die Frage einer Obduktion stelle", sagte eine Sprecherin gegenüber den Salzburger Nachrichten.
Der zuständige Journalstaatsanwalt habe diese veranlasst. Mit Ergebnissen sei "vermutlich erst in zwei Monaten zu rechnen", auch wegen der seit Jahren überlasteten Gerichtsmedizin.
Parallel dazu läuft die technische Analyse des Unfalls. Sachverständiger Gerhard Kronreif wertet Daten aus Manningers Fahrzeug – darunter Airbag- und Motorsteuerung – sowie vom Mobiltelefon und der Lokalbahn aus. Diese Maßnahmen seien Routine, um alle Umstände vollständig zu klären.
Der Unfall hatte sich am Donnerstag gegen 8.20 Uhr im Nußdorfer Ortsteil Pabing ereignet. Manningers VW-Multivan wurde an einem unbeschrankten Bahnübergang von einer Lokalbahn erfasst und über mehr als 100 Meter mitgeschoben. Trotz rascher Hilfe konnte das Leben des ehemaligen ÖFB-Stars nicht mehr gerettet werden.