Bei Zug-Unglück verstorben

Riesige Anteilnahme! Fußballwelt trauert um Manninger

Der Tod von Alexander Manninger bestürzt die Fußballwelt, Kollegen und ehemalige Vereine erinnern an den Tormann.
Sport Heute
17.04.2026, 07:44
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Der tragische Tod von Alexander Manninger sorgt weit über Österreich hinaus für große Betroffenheit. Auch internationale Topklubs wie Arsenal, Juventus und Liverpool verabschiedeten sich in den sozialen Netzwerken von dem ehemaligen ÖFB-Teamtorhüter. Für Torwartlegende Otto Konrad steht fest: "Er war wahrscheinlich der erfolgreichste österreichische Torhüter."

Manninger kam am Donnerstag bei einem Verkehrsunfall in Salzburg ums Leben. Der 48-Jährige kollidierte mit seinem Auto mit einer Lokalbahn. Die Nachricht löste eine Welle an Trauerbekundungen aus  nicht nur hierzulande. "Wir sind geschockt", schrieb etwa Arsenal, Juventus sprach von einem "traurigen Tag", Liverpool zeigte sich "zutiefst betroffen". Die Reaktionen unterstreichen, welchen Stellenwert der Steirer im internationalen Fußball hatte.

Auch medial fand der Todesfall große Beachtung: Die britische "Sun" brachte die "Torhüter-Tragödie" auf die Titelseite, die deutsche "Bild" berichtete prominent über den "Ex-Bundesliga-Star". Manninger absolvierte 33 Länderspiele für Österreich und stand unter anderem bei Arsenal (64 Einsätze), Juventus (42), Augsburg (38) und Fiorentina (30) unter Vertrag. In Florenz wurde vor einem Europacup-Spiel sogar mit einer Schweigeminute an ihn erinnert.

Seine Karriere begann früh spektakulär: Als 19-jähriger GAK-Goalie wurde er im UEFA-Cup gegen Inter Mailand mit starken Paraden zum "Helden von San Siro". 1997 wechselte er zu Arsenal – als erster Österreicher in die Premier League. Mit den "Gunners" gewann er 1998 das Double und wurde im selben Jahr sogar zum Spieler des Monats ausgezeichnet.

Ist die Red-Bull-Dominanz vorbei?

Bei Juventus war Manninger später Ersatzmann hinter Gianluigi Buffon, kam aber dennoch auf über 40 Einsätze und holte 2012 den Meistertitel. Buffon verabschiedete sich nun mit bewegenden Worten: Er habe Manninger immer bewundert nicht nur als Spieler, sondern auch als Mensch, der bewusst seinen eigenen Weg gegangen sei, fernab von Ruhm und Schnelllebigkeit.

Auch in Österreich wird Manninger als außergewöhnliche Persönlichkeit in Erinnerung bleiben. Otto Konrad beschrieb ihn als ehrgeizigen, wissbegierigen, aber auch zurückhaltenden Charakter mit enormem Talent. "Er hat seinen Weg gemacht und was für einen", so Konrad, der zugab, ihn für seine internationale Karriere auch ein wenig beneidet zu haben.

Mit Ex-Teamkollegen wie Helge Payer verband ihn ein respektvoller Konkurrenzkampf. "Wir haben immer gesagt, der Bessere soll spielen", erinnerte sich Payer. Andreas Herzog würdigte Manninger als "super Menschen", dessen Tod viele hart treffe. Besonders seiner Familie er hinterlässt eine Frau und zwei kleine Kinder – gilt nun das Mitgefühl der Fußballwelt.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 17.04.2026, 07:52, 17.04.2026, 07:44
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