Für fünf Monate

Nach Messer-Attacke – Asylheim-Security kostet 75.000 €

Nach Messer-Vorfall in Weitensfeld: Das Land Kärnten engagierte einen Security im Asylheim Bärenwirt. Die Kosten in fünf Monaten: 75.570 Euro.
Österreich Heute
21.01.2026, 12:29
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Nach einem Vorfall mit einem Messer im Asylquartier "Bärenwirt" im Kärntner Weitensfeld hat das Land Kärnten einen Sicherheitsdienst engagiert. Die Kosten dafür beliefen sich von Anfang August bis Anfang Jänner auf rund 75.570 Euro – für ein Heim, in dem derzeit 20 Personen untergebracht sind.

Großeinsatz sorgte für Aufregung

Auslöser war ein Großeinsatz Anfang August: Hubschrauber, Cobra-Beamte und Hausdurchsuchungen sorgten im Ort für massive Verunsicherung. Offiziell war zunächst von einer Selbstverletzung mit Suizidabsicht die Rede. Inzwischen ist klar: Ein Asylwerber steht nun wegen absichtlich schwerer Körperverletzung vor Gericht. Er soll einen Mitbewohner verletzt haben, der ihn daran hindern wollte, sich selbst etwas anzutun, wie die "Kleine Zeitung" berichtet.

Unterschiedliche Darstellungen

Während die Bürgerinitiative "Sicheres Weitensfeld" dem Land und den Betreibern vorwirft, den Vorfall verharmlost zu haben, weist Betreiberin Elisabeth Steiner diese Kritik zurück. Der Sicherheitsdienst sei eingesetzt worden, um Bewohner wie Bevölkerung zu schützen – auch wegen massiver verbaler Angriffe und Hasskommentare nach dem Einsatz.

Kritik hagelt es nun wegen der Kosten für den Security: Diese trägt das Land Kärnten. Auf Anfrage der Bürgerinitiative wurde bekannt, dass sich die Ausgaben von Anfang August bis Anfang Jänner auf 75.570 Euro belaufen haben. Ob der Einsatz weiterhin notwendig ist, wird derzeit geprüft.

Der mutmaßliche Täter soll nach einem Krankenhausaufenthalt in Untersuchungshaft und nicht mehr nach Weitensfeld zurückgekehrt sein.

Politischer Druck steigt

Im Heim leben aktuell vier Syrer, zwei Afghanen, ein Mongole und 13 Ukrainer. Laut Land sei diese gemischte Belegung bewusst gewählt worden, um auf Sorgen der Bevölkerung einzugehen. Dennoch wächst der politische Druck: 661 Unterschriften gegen das Asylquartier liegen im Kärntner Landtag, der Gemeinderat sprach sich bereits einstimmig für eine Schließung aus.

Das Land Kärnten verteidigt sein Vorgehen. Man habe bewusst zurückhaltend kommuniziert, da die Ermittlungen noch liefen und zunächst keine Fremdgefährdung festgestellt worden sei. Die Notwendigkeit des Security-Dienstes werde derzeit evaluiert.

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