In Großbritannien ist die Lage angespannt – ein weiterer Krawallsommer wie bereits 2024 steht ins Haus. Grund sind Proteste gegen Migranten nach teilweise tödlichen Messerattacken. Erst vor Kurzem wurde der Studenten Henry Nowak von einem Sikh im südenglischen Southampton getötet.
Die Polizei glaubte jedoch dem Angreifer, der sich als Opfer eines rassistischen Übergriffs darstellte und legte dem sterbenden Studenten die Handschellen an. Nun kam es zu einem weiteren Vorfall in Nordirland. Dabei wurde ein Mann von einem Messerangreifer schwer verletzt. Bei dem Verdächtigen soll es sich um einen 30-jährigen Sudanesen handeln.
Die Reaktionen in der Hauptstadt Belfast ließen nicht lange auf sich warten. Müllcontainer, Autos und auch Häuser wurden von den Demonstranten in Brand gesteckt. Laut der nordirischen Regierungschefin Michelle O‘Neill hätten "Gruppen maskierter Männer, die Familien aus ihren Häusern vertreiben, indem sie diese niederbrennen". Sie verurteilte die Proteste.
Zu diesen hatte der in Großbritannien bekannte Rechtsextremist Tommy Robinson aufgerufen. Nicht nur in Belfast kam es zu Demos berichtet der Sender BBC. Die ersten Anti-Migrations-Kundgebungen hätten bereits nur wenige Stunden nach der Tat begonnen.
Vor allem das Video der Bluttat, welches auf Social Media verbreitet wurde, dürfte zu den Eskalationen beigetragen haben. Darin ist zu sehen, wie der Verdächtige mit einem Messer auf seinem Opfer sitzt und immer wieder zusticht. Laut Passanten habe er dem Mann "den Kopf abtrennen" wollen. Mithilfe eines Hurling-Schlägers konnten Zeugen den Angreifer schließlich von dem Opfer trennen.
Der Mann erlitt Verletzungen im Gesicht, den Augen und am Rücken. Der Mann im Alter zwischen 40 und 50 Jahren wurde in ein Krankenhaus gebracht, der Angreifer wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt. Laut der Polizei gebe es bisher keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund.