"Hoffe, meine Aussage hilft"

Epstein-Skandal: Bill Gates sagt vor Ausschuss aus

Im Epstein-Skandal hat nun auch Microsoft-Gründer Bill Gates vor einem Untersuchungsausschuss ausgesagt. Die Befragung war nicht öffentlich.
Newsdesk Heute
10.06.2026, 17:05
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Im Zuge der Ermittlungen rund um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ist nun auch Microsoft-Gründer Bill Gates vor einen Untersuchungsausschuss des US-Repräsentantenhauses geladen worden. Der Milliardär erschien am Mittwoch in Washington zu einer nicht öffentlichen Befragung.

Vor Beginn der Anhörung äußerte sich Gates kurz vor Journalisten. "Ich hoffe, dass meine Aussage der wichtigen Arbeit des Ausschusses hilft, Gerechtigkeit für die Opfer zu finden", sagte der 70-Jährige bei seiner Ankunft im Kapitol.

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Epstein soll "Medikamente" für Gates besorgt haben

Hintergrund der Befragung sind zuletzt veröffentlichte Unterlagen aus dem Umfeld Epsteins. Darin tauchte auch der Name des Microsoft-Gründers auf. Die Dokumente enthalten unter anderem den Entwurf einer E-Mail, in der Epstein über angebliche Affären von Gates schreibt.

Demnach behauptete Epstein, dem Unternehmer dabei geholfen zu haben, "Medikamente zu besorgen, um die Folgen von Sex mit russischen Mädchen zu bewältigen".

Gates gesteht Affäre mit zwei Russinnen

Gates räumte daraufhin Affären mit zwei russischen Frauen ein. Zugleich wies er jedoch zurück, von den Straftaten Epsteins gewusst oder daran mitgewirkt zu haben.

Jeffrey Epstein galt als bestens vernetzter Finanzinvestor und stand im Verdacht, über viele Jahre hinweg mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen sexuell missbraucht sowie teilweise an prominente Persönlichkeiten vermittelt zu haben.

Bereits 2008 war Epstein verurteilt worden, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Nach einer umstrittenen Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft verbrachte er damals lediglich 13 Monate im Gefängnis.

Im Jahr 2019 wurde er erneut festgenommen. Diesmal lauteten die Vorwürfe auf sexuellen Missbrauch von Minderjährigen. Wenige Wochen später wurde Epstein tot in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden. Offiziell wurde sein Tod als Suizid eingestuft.

Die Befragung von Gates fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das Protokoll der Anhörung soll laut Berichten in den kommenden Tagen veröffentlicht werden.

In den vergangenen Wochen hatte der Untersuchungsausschuss bereits weitere prominente Persönlichkeiten befragt. Darunter befanden sich auch Ex-US-Präsident Bill Clinton und seine Ehefrau Hillary Clinton.

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