Ein texanischer Jugendlicher wurde schuldig gesprochen, einen Mitschüler bei einer Leichtathletikveranstaltung im Raum Dallas tödlich erstochen zu haben. Die Tat ereignete sich im April 2025 und sorgte landesweit für Aufsehen.
Die Geschworenen kamen zu dem Schluss, dass Karmelo Anthony seinen Altersgenossen Austin Metcalf während eines Streits absichtlich mit einem Messer attackierte. Verteidiger argumentierten, Anthony habe aus Notwehr gehandelt, während die Anklage von gezielter Gewalt sprach.
Beide Jugendlichen waren zum Tatzeitpunkt 17 Jahre alt. Nach texanischem Recht konnte Anthony dennoch als Erwachsener angeklagt werden. Die Todesstrafe war ausgeschlossen, weil er zum Zeitpunkt des Verbrechens minderjährig war.
Im Gerichtsverfahren wurden fast zwei Dutzend Zeugen gehört. Besonders bewegend war die Aussage der leitenden Gerichtsmedizinerin, die eine schwere Stichverletzung in Metcalfs Brust beschrieb. Augenzeugen unterstrichen die Rolle Anthonys als Aggressor, während die Verteidigung unter anderem auf seine schulischen Leistungen und Zeugnisse seines Trainers verwies.
Die beiden Schüler besuchten unterschiedliche Schulen und kannten einander zuvor laut Anklage nicht. Die Jury benötigte weniger als drei Stunden für das Urteil. Die Bürgerrechtsorganisation Next Generation Action Network kritisierte, dass kein schwarzes Jurymitglied beteiligt war.
Nach der Urteilsverkündung drückte der betroffene Schulbezirk Frisco in einer Mitteilung sein Mitgefühl aus: „Unsere Gemeinschaft trägt die Last dieser Tragödie seit über einem Jahr. Unsere Gedanken sind bei den betroffenen Familien, Freunden und Mitschülern. Wir bitten darum, weiterhin respektvoll und sensibel miteinander umzugehen.“