Wegen Toxinen

Nach Nestlé – Lactalis ruft Babyprodukte jetzt zurück

Gift-Alarm bei Babynahrung: Nach Nestlé ruft jetzt auch Lactalis Produkte zurück. Millionen Säuglinge weltweit könnten betroffen sein.
Newsdesk Heute
22.01.2026, 10:41
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Nach Nestlé startet jetzt auch der französische Milchriese Lactalis eine groß angelegte Rückrufaktion. Sechs Chargen der Säuglingsmilchmarke "Picot" sind betroffen – in Frankreich, China, Australien und Mexiko. Der Grund: Verdacht auf das Toxin Cereulid, das Durchfall und Erbrechen verursachen kann.

Die französischen Behörden sehen einen Zusammenhang mit dem Nestlé-Rückruf von Anfang Jänner: Beide Fälle führen zu ein und demselben Hersteller in China zurück, wie das Landwirtschaftsministerium in Paris mitteilt. Dabei handelt es sich laut der NGO Foodwatch um einen weltweit seltenen Lieferanten von Arachidonsäure (ARA) – einer Omega-6-Quelle, die in Babymilchprodukten verwendet wird.

Nestlé, Danone, Lactalis – alle betroffen

Bereits Anfang Jänner hatte Nestlé in mehreren Ländern, darunter auch Österreich, bestimmte Chargen zurückgerufen. Zwei davon wurden hierzulande positiv auf Cereulid getestet – laut AGES aber "in so geringer Konzentration, dass keine Gesundheitsgefährdung besteht". Vorsorglich wurden stichprobenartig auch Produkte anderer Hersteller untersucht – diese fielen unauffällig aus.

Jetzt ist auch Danone im Rückrufstrudel: In Singapur wurde Babynahrung der Marke Dumex zurückgerufen. Der Konzern spricht von "einigen Paletten".

Foodwatch erhebt schwere Vorwürfe

Indra Kley-Schöneich von Foodwatch Österreich wirft Nestlé mangelnde Transparenz vor: "Seit Dezember wurden Produkte nur scheibchenweise zurückgerufen, teils ohne klare Information der Konsumenten. Das ist inakzeptabel – besonders bei Säuglingsnahrung."

Die NGO kündigte rechtliche Schritte gegen Unbekannt an und fordert lückenlose Aufklärung, auch in Österreich.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 22.01.2026, 11:02, 22.01.2026, 10:41
Jetzt E-Paper lesen