Der personelle Aderlass bei den ÖSV-Abfahrerinnen geht weiter. Nach Mirjam Puchner und Lena Wechner hat nun auch Vanessa Nußbaumer ihr Karriereende bekannt gegeben. "Natürlich fällt mir diese Entscheidung nicht leicht, weil ich mein ganzes Leben lang Skigefahren bin und alles dafür gegeben habe. Aber es ist jetzt an der Zeit, meine aktive Karriere zu beenden", erklärte die 27-jährige Vorarlbergerin.
Die Sibratsgfällerin hatte sich im November 2023 bei einem Trainingssturz in Copper Mountain einen komplizierten Bruch des rechten Schien- und Wadenbeins zugezogen. Ein erster Comebackversuch scheiterte Ende 2024 an anhaltenden Beschwerden. Nach einer weiteren Operation meldete sich die Head-Läuferin im vergangenen Dezember mit Rang fünf bei einer FIS-Abfahrt in Gröden zurück. Im Jänner raste sie als Dritte im Europacup-Super-G von St. Anton sogar wieder aufs Podest.
Im Weltcup gelang die Rückkehr Anfang März im Fassatal. Als 31. im Super-G verpasste sie die Punkteränge allerdings um lediglich 0,07 Sekunden. "Allerdings bin ich die ganze Saison mit Schmerzen gefahren und die Ärzte haben gesagt, dass das auch nimmer besser wird", berichtete Nußbaumer. Nach einem weiteren Eingriff bei Professor Christian Kammerlander in Graz verschwanden die Beschwerden zwar, für eine Fortsetzung der Karriere reicht es dennoch nicht.
Ein entscheidender Faktor waren die fehlenden Perspektiven im ÖSV. Weil sie in der vergangenen Saison keinen Verletztenstatus erhielt, verlor die Vorarlbergerin ihren Kaderplatz. "Zwar ist mir ein Mittrainiererstatus angeboten worden, allerdings ohne Servicemann", sagte die Speedspezialistin. Da zudem die Unterstützung durch das Bundesheer wegfällt, sei eine Fortsetzung finanziell nicht mehr möglich.