Auch 2026 endete der Eurovision Song Contest für Deutschland mit einer großen Enttäuschung. Sarah Engels landete mit ihrem Song "Fire" am Ende nur auf Platz 23 – und kassierte beim Publikumsvoting sogar erneut die gefürchteten "Zero Points".
Nun äußerte sich die Sängerin noch einmal ausführlich zum Ergebnis und sprach dabei überraschend offen über Deutschlands schwierige ESC-Zukunft. "Grundsätzlich könnte es Deutschland guttun, auch mal ein Jahr zu pausieren", erklärt Engels gegenüber "Bild".
Eine Aussage, die bei vielen ESC-Fans jetzt für Diskussionen sorgen dürfte. Denn Deutschland kämpft seit Jahren mit schwachen Ergebnissen beim Song Contest. Der letzte große Erfolg liegt mittlerweile 16 Jahre zurück: Lena Meyer-Landrut gewann 2010 mit "Satellite". Seitdem gab es nur wenige Lichtblicke. Zuletzt Platz vier von Michael Schulte im Jahr 2018.
Sarah Engels selbst zeigt sich vom diesjährigen Ergebnis allerdings kaum überrascht. "Ich habe natürlich damit gerechnet", sagt sie offen. Sie sei sogar eher vom Schlimmsten ausgegangen.
Trotzdem bereue sie ihre Teilnahme keineswegs. Besonders der Auftritt vor Millionenpublikum sei für sie etwas Einmaliges gewesen. "Vor 180 Millionen Menschen zu singen – das ist so besonders, dass man seinen eigenen Wert nicht an Platzierungen messen sollte", erklärt die Sängerin.
Noch einmal beim ESC antreten möchte sie dennoch nicht. Nicht wegen der Niederlage – sondern weil der Zauber der ersten Teilnahme für sie einzigartig gewesen sei.
Auch zur Wahrnehmung Deutschlands beim ESC findet Engels deutliche Worte. "Die Wahrnehmung nach außen über Deutschland ist kritisch", meint sie. Man müsse insgesamt "mehr Haltung" entwickeln.
Ob Deutschland tatsächlich jemals beim Eurovision Song Contest aussetzen würde, ist aktuell völlig offen. Für Diskussionen sorgt die Aussage von Sarah Engels aber jetzt schon.