Parteiaustritt und nun auch noch Ermittlungen – dieser Oktoberfestbesuch hat für einen ehemaligen Tiroler ÖVP-Politiker gravierende Folgen. Grund war ein Rassismus-Eklat auf der Münchner Wiesn. Dort traf der Lokalpolitiker – im augenscheinlich alkoholisierten Zustand – auf einen dunkelhäutigen Influencer.
Was folgte, waren mehr als nur unrühmliche Äußerungen des Tirolers. So sagte er seinem Gegenüber, dass dieser "hier nicht zu Hause" wäre. Hier wären nämlich "die Deutschen" daheim und diese seien "weiß".
Das Video des Vorfalls landete im Netz und löste eine Welle der Empörung aus, die auch nach Österreich überschwappte. Seine Funktion als stellvertretender ÖVP-Ortsobmann in seiner Heimatgemeinde legte der Tiroler daraufhin zurück, auch aus der Volkspartei selbst trat er aus. Wie die "Tiroler Tageszeitung" berichtet hat nun auch die Münchner Polizei Ermittlungen gegen den Österreicher eingeleitet.
Diese beziehen sich auf den Vorwurf der Beleidigung und werden vom Kriminalfachdezernat 4 geführt. Die Abteilung ist für politisch motivierte Taten zuständig. Dem Mann droht eine Geldstrafe bis hin zu zwei Jahren Haft.
In der Vergangenheit hatte sich der Tiroler bereits für den Vorfall entschuldigt. Er habe zu viel Alkohol getrunken und Dinge gesagt, die "absolut inakzeptabel" gewesen seien. Seine Aussagen würden nicht seinen Werten entsprechen.