Die plötzliche Abreise von Superstar Cristiano Ronaldo vom portugiesischen Nationalteam beschäftigt die Fußballfans weltweit. Nachdem der 41-Jährige gegen Norwegen zunächst auf der Bank saß, sich dann aufwärmen durfte, aber nicht ins Spiel kam und Trainer Jorge Jesus auch ankündigte, den fünfmaligen Weltfußballer auch gegen Dänemark nicht in die Startelf stellen zu wollen, platzte Ronaldo der Kragen. Er verließ Portugals Teamcamp im Privatjet.
Mittlerweile hat der Fußball-Superstar in einer überlangen Instagram-Mitteilung seine Beweggründe dargelegt. Er warf dem 72-Jährigen zweimal "Wortbruch" vor. Der Coach hätte ihm gegen Norwegen 30 Einsatzminuten zugesichert. In einer Aussprache mit dem Coach danach sei eine Erklärung vorbereitet worden, die der Teamchef aber nicht vorgelesen hatte – entgegen der Vereinbarung. Ronaldo reichte es.
Nur einige Stunden nach der Ronaldo-Abrechnung meldete sich nun auch Trainer Jesus zu Wort. Und gab sich betont gelassen und unbeeindruckt von der Verbal-Attacke des 71-Jährigen. "Ich habe die Erklärung gelesen", sagte Portugals Nationaltrainer laut "Record".
"Und jetzt fahre ich, wie jeden Tag, zum Verband, um zu arbeiten und mich auf die portugiesische Nationalmannschaft zu konzentrieren. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen", so Jesus.
Der Erfolg gibt Trainer Jesus jedenfalls recht, Portugal ist mit vier Siegen aus vier Spielen makellos in die Nations League gestartet. Doch über dem Nationalteam schwebt der Portugal-Konflikt.