Diskussionen gehen weiter

Nach Ruck-Sager – SPÖ-Frauen wenden sich an Ludwig

Die Causa Ruck ist mit seinem Rücktritt noch nicht vorbei. Die Wiener SPÖ-Frauen sollen einen kritischen Brief an Bürgermeister Ludwig verfasst haben.
Wien Heute
10.08.2026, 16:14
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Walter Ruck ist als Wirtschaftskammer-Präsident zurückgetreten, doch die Debatte zieht nun Kreise in der Wiener SPÖ. Wie der "Kurier" berichtet, haben sich die SPÖ-Frauen in einem kritischen Schreiben an Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) gewandt. Auslöser ist dessen Umgang mit den umstrittenen Aussagen Rucks.

Das Schreiben soll von mehreren Mitgliedern des Präsidiums der Wiener SPÖ-Frauen unterzeichnet worden sein. Laut "Kurier" hätten sich viele Frauen innerhalb der Partei eine deutlichere Reaktion Ludwigs auf Rucks Aussagen erwartet.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Stadträtin unterzeichnete auch

Unterzeichnet worden sei der Brief von Mitgliedern des Präsidiums der Wiener SPÖ-Frauen. Dazu zählen laut Bericht Frauenvorsitzende und 3. Gemeinderatsvorsitzende Marina Hanke, Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch, Nationalratsabgeordnete Petra Bayr sowie die Alsergrunder Bezirksvorsteherin Saya Ahmad.

Der APA wurden Versand, Erhalt und Inhalt des Briefes bisher nicht bestätigt. Eine Antwort Ludwigs an die Wiener SPÖ-Frauenorganisation steht laut "Kurier" noch aus. Aus Ludwigs Büro heißt es gegenüber der Zeitung: "Nach der Urlaubszeit wird es ein persönliches Treffen mit dem Präsidium der Wiener SPÖ Frauen geben."

Grüne kritisieren Ludwig

Nach Bekanntwerden des Berichts meldeten sich am Montag auch die Wiener Grünen zu Wort. Parteivorsitzende Judith Pühringer und die stellvertretende Klubobfrau und Frauensprecherin Julia Malle kritisierten Ludwig in einer Aussendung scharf.

"Ruck mag zurückgetreten sein, aber von Ludwig gibt es bis heute kein kritisches Wort zu den frauenverachtenden Aussagen seines Freundes", so Pühringer und Malle. Und weiter: "Der Bürgermeister muss sich nicht nur endlich dazu äußern, er muss endlich mit den alten Machtstrukturen Schluss machen."

Ludwig verteidigte Ruck

Ruck hatte sich in einem mitgeschnittenen Privatgespräch unter anderem wenig schmeichelhaft über die Wiener Finanzstadträtin Barbara Novak (SPÖ) geäußert. Ausschnitte des Gesprächs wurden Monate später mehreren Medien zugespielt.

Wie später bekannt wurde, waren bei dem Gespräch auch zwei SPÖ-Funktionäre anwesend: Donaustadts Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy und Marko Fischer, Chef des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes in Wien.

Ludwig hatte Ruck nach Bekanntwerden der ersten Gesprächsprotokolle nicht kritisiert. "Ich kenne den Wortlaut dieser Gespräche nicht, ich war ja auch nicht dabei", sagte der Bürgermeister damals gegenüber der APA. Er kenne Ruck vielmehr als umsichtigen und vertrauensvollen Gesprächspartner. Auch nach Rucks Rücktritt schlug Ludwig keine kritischen Töne an. In einer Aussendung bedankte er sich bei ihm für "die langjährige Zusammenarbeit".

{title && {title} } red, {title && {title} } 10.08.2026, 16:14