Dieses Kunstwerk von Banksy, das einen Richter zeigt, der mit einem Hammer auf einen am Boden liegenden Demonstranten einschlägt, wurde bereits kurz nach seinem Erscheinen am Montag entfernt. Der britische Gerichtsdienst bestätigte, dass er verpflichtet sei, den ursprünglichen Charakter des denkmalgeschützten Gebäudes zu bewahren, wie "Metro" schreibt.
Die Polizei teilte mit, dass eine Untersuchung wegen Sachbeschädigung eingeleitet wurde. Sollte es zu einem Prozess kommen, könnte Banksy selbst vor Gericht erscheinen müssen. Unter dem Instagram-Post des Künstlers fragen sich etliche Leute, wie Banksy es geschafft habe, sein Kunstwerk dort anzubringen, ohne entdeckt zu werden. Ein User schreibt: "Wie zum Teufel hat er das in dieser Gegend geschafft? Dort wimmelt es doch nur so von Sicherheitspersonal!"
Das Wandbild folgt auf die Festnahme von rund 900 Personen am Samstag während einer Protestaktion gegen das von der Regierung verhängte Verbot einer pro-palästinensischen Gruppe. Palestine Action wurde im Juli als Terrororganisation eingestuft, nachdem zwei Mitglieder in eine britische Militärbasis eingedrungen waren und zwei Flugzeuge mit roter Farbe besprüht hatten.
Polizeisprecherin Claire Smart hatte zu den Festnahmen am Samstag erklärt, bei Menschen, die "öffentlich bekanntgeben, dass sie eine Straftat planen", habe die Polizei "keine andere Wahl, als entsprechend zu handeln". Smart verwies auf einen "deutlichen Gegensatz" zu einer anderen pro-palästinensischen Demonstration mit rund 20.000 Teilnehmern in London am Samstag, bei der es nur wenige Festnahmen gab.
Die Identität von Banksy, der seit 25 Jahren anonym geblieben ist, könnte öffentlich bekannt werden, da die Polizei ihre Ermittlungen wegen Sachbeschädigung fortsetzt. Sollte es zu einem Prozess kommen, müsste der schwer fassbare Künstler seinen bürgerlichen Namen vor Gericht offenlegen.
Für Sachbeschädigung mit einem Wert von weniger als 5.000 Pfund (rund 5.400 Euro) drohen maximal drei Monate Haft oder eine Geldstrafe von 2.500 Pfund.