Wegen Kritik am Orchester

Nach Streit: Oper trennt sich von Skandal-Dirigentin

Beatrice Venezi, Vertraute von Italiens Premierministerin Giorgia Meloni, wurde als Musikdirektorin des Opernhaus La Fenice in Venedig gekündigt.
Heute Entertainment
27.04.2026, 10:43
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Das anhaltende Theater um die neue Musikdirektorin des Opernhaus La Fenice in Venedig mündet nach Monaten des Streits nun in einem Grande Finale: Dirigentin Beatrice Venezi wird im Oktober nicht ihre geplante Leitungsposition antreten – sie wurde gekündigt.

Die 36-Jährige, die als Freundin und "musikalische Beraterin" von Italiens Premierministerin Giorgia Meloni gilt, gab am 23. April in der argentinischen Zeitung "La Nación" ein umstrittenes Interview, in dem sie ihr zukünftiges Orchester heftig kritisierte. Das soll einer der ausschlaggebenden Gründe gewesen dafür sein, die Zusammenarbeit mit der Maestra zu beenden, die bis 2030 geplant war.

"Offensiv und schädigend"

Alle geplanten Projekte wurden nun gestrichen. Die Stiftung des Teatro La Fenice begründet ihre Entscheidung damit, dass sich Venezi immer wieder "offensiv und schädigend über den künstlerischen und professionellen Wert" des Opernhauses und der Musiker geäußert hätte.

Kritische Stimmen waren von Beginn von Venezis Ernennung sehr laut: Die junge Dirigentin hat noch nie ein großes Orchester dirigiert, sie sei zu unerfahren. Außerdem stehe sie politisch zu nahe an der rechten Regierung. Die Belegschaft reagierte mit Arbeitsniederlegung und Aktionen, um ihren Unmut gegen die nun geschasste Musikerin zu äußern.

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