Bitterer Wahlabend für die FDP in Sachsen-Anhalt: Die Liberalen haben den Wiedereinzug in den Landtag klar verpasst. Laut Hochrechnungen von ARD und ZDF kommt die Partei nur auf rund 2,3 bis 2,4 Prozent. 2021 waren es noch 6,4 Prozent gewesen.
Für Landeschefin und Spitzenkandidatin Lydia Hüskens hat das Ergebnis nun persönliche Konsequenzen. Sie kündigte noch am Sonntagabend ihren Rücktritt an.
"Wir müssen jetzt morgen einfach schlicht darüber reden, wie wir es machen, ob wir es mit sofortiger Wirkung machen oder den Landesparteitag im April nehmen dafür, um da den Wechsel zu machen", erklärte Hüskens.
Wann genau sie ihren Posten abgibt, ist damit noch offen. Der FDP-Landesverband will am Montag über die personelle Neuaufstellung beraten.
Hüskens machte zuvor auch die starke Konzentration des Wahlkampfs auf die Bundespolitik für das schwache Abschneiden ihrer Partei verantwortlich. Wirtschaftspolitische Themen seien aus ihrer Sicht zu kurz gekommen.
Trotz der schweren Niederlage gab sich die FDP-Politikerin mit Blick auf die Zukunft ihrer Partei kämpferisch. Nun gehe es um den "Wiederaufstieg". Ihr Ziel: In fünf Jahren soll die FDP wieder im Landtag vertreten sein.
Noch vor wenigen Tagen war Hüskens mit dem Slogan "Ich bin noch nicht fertig" in den Wahlkampf-Endspurt gegangen. Nach dem Absturz auf knapp über zwei Prozent steht nun ausgerechnet an der Parteispitze ein Wechsel bevor.