In der Nacht auf den 31. Oktober war an der Edelweißspitze ein spektakuläres Phänomen zu beobachten. Zwischen Mitternacht und etwa 5.30 Uhr früh flutete giftgrünes Licht den Nachthimmel.
Die Berge entlang der Großglockner Hochalpenstraße schienen, passend zu Halloween, in einem gespenstigen Schein zu glühen. Die dortige Webcam hielt alles auf atemberaubenden Fotos fest.
Auch dem slowenischen Polarlichtjäger Jure Atanackov ist das Ereignis nicht entgangen. "Ein wirklich beeindruckender Himmel über den österreichischen Alpen heute Morgen", schreibt er auf X. "Das grüne Nachthimmelsleuchten ist intensiv. Ein wunderschöner Himmel!"
Das Nachthimmelsleuchten entsteht im Gegensatz zu Polarlichtern nicht durch sporadisch auftretende Sonnenwinde, sondern durch eine chemische Reaktion in der Atmosphäre.
Unser Stern spielt aber auch hier eine Rolle: Seine UV-Strahlen spalten in Höhen ab etwa 90 km Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle. Wenn diese danach wieder mit anderen Atomen und Molekülen reagieren, entsteht auch am Boden sichtbares Licht.
Von der Erde aus ist das Nachthimmelsleuchten wegen seiner geringen Leuchtkraft allerdings nur in Lichtschutzgebieten mit bloßem Auge zu erkennen. Durch die lange Belichtungszeit der Webcam erscheint es dann deutlich intensiver – und wie in der Nacht auf Freitag giftgrün.