Kimi Antonelli sorgte nach dem Grand Prix von Aserbaidschan mit seiner Selbstkritik für Lacher. Der Formel-1-WM-Führende meinte nach Platz fünf, er sei in Baku "wie seine Oma" gefahren. Vor dem nächsten Rennen legt der Mercedes-Star jetzt mit einem weiteren Spruch nach.
"Meine Oma ist zurück in Italien", scherzte Antonelli. "Ich habe einen Flug gebucht, sie ist nach Hause gefahren", schmunzelte der WM-Führende dann. Die Botschaft des 20-Jährigen vor dem Grand Prix von Bahrain in Malaysia ist klar: Diesmal will er wieder voll attackieren.
In Baku hatte sich Antonelli nach seinem Qualifying-Crash nur von Startplatz 16 nach vorne kämpfen können. Dabei entschied er sich bewusst gegen volles Risiko. "Ich bin unter dem Limit gefahren", erklärte der Italiener. Weil er sich nicht sicher genug fühlte, wollte er vor allem einen weiteren Fehler und einen möglichen Ausfall verhindern. So ist auch zu erklären, dass der WM-Führende in seinem starken Mercedes am Start sogar einen Platz verloren hatte, während Teamkollege George Russell Runde um Runde an der Spitze drehte und schließlich gewann.
Mit etwas Abstand bewertet Antonelli seinen fünften Platz deshalb positiver. Das Rennen sei "viel besser" gewesen, als er zunächst gedacht habe. Vor allem habe er gelernt, dass man im Kampf um die WM manchmal auch ein Ergebnis akzeptieren müsse, mit dem man eigentlich nicht zufrieden sei. Sein Vorsprung auf Russell beträgt in der WM-Wertung komfortable 66 Punkte.
In Sepang, wo der Grand Prix von Malaysia gefahren wird, soll die vorsichtige Fahrweise nun aber wieder der Vergangenheit angehören. Nach seinem "Oma"-Rennen will der WM-Spitzenreiter zurück in den Angriffsmodus – und schickte seine imaginäre Begleiterin dafür kurzerhand zurück nach Italien.