Science

NASA will Sex im All erproben lassen

Die NASA wagt sich an ein Tabu-Thema und will erforschen, ob sich Menschen im Weltraum sicher fortpflanzen können.

Christine Scharfetter
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Ob sexuelle Aktivitäten in der Schwerelosigkeit überhaupt möglich sind, ist bisher unerforscht.
Ob sexuelle Aktivitäten in der Schwerelosigkeit überhaupt möglich sind, ist bisher unerforscht.
Getty Images

Funktioniert Sex in der Schwerelosigkeit überhaupt? Eine Frage, die bisher noch nie beantwortet wurde, wie der Wissenschaftler Simon Dubé im "Daily Star" verrät. "Noch nie wurden intime Beziehungen zwischen Astronauten erforscht und wie diese sich auf die Leistungsfähigkeit der Crew auswirken. Wir wissen noch nicht einmal, wie sich die Schwerelosigkeit auf die sexuelle Funktion auswirkt." Der Grund: Bislang war das Thema tabu.

Den Stein ins Rollen brachten im vergangenen Jahr fünf kanadische Forscher, die dazu aufgefordert hatten, mit der Weiterentwicklung von Raumfahrt auch "Space Sexology" mit ins Forschungs-Programm aufzunehmen. Insbesondere, da Elon Musk angekündigt hatte, bis 2050 eine außerirdische Kolonie zu errichten.

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    Der Erdschatten verdeckt einen Teil unseres ewigen Trabanten während einer Mondfinsternis am 21. Jänner 2019.
    Der Erdschatten verdeckt einen Teil unseres ewigen Trabanten während einer Mondfinsternis am 21. Jänner 2019.
    picturedesk.com/AFP/Brendan Smialowksi

    Sex ohne Schwerkraft

    Sex und wie er bei geringer Schwerkraft funktioniert, sei für den Erfolg von Weltraummissionen und den Bau von Siedlungen außerhalb der Welt von entscheidender Bedeutung, erklärten die Wissenschaftler der Concordia University in Montreal.

    Bei der NASA hat deshalb ein Umdenken stattgefunden. In einem Statement zum Raumfahrt-Magazin "Mic" kündigte ein Sprecher an: "Wir werden erforschen, wie Crews über einen langen Reise-Zeitraum zusammenarbeiten und leben können. Und die NASA wird die erforderlichen Schritte einleiten, wenn es um eine tiefere Erforschung von reproduktiver Gesundheit in der Zukunft geht". Wann es jedoch soweit sein wird, wurde nicht verraten. Aktuell bestehe jedenfalls noch kein Bedarf.