Auf dem Bristol Motor Speedway ging es nicht nur auf der Strecke heiß her. Nach einem folgenschweren Crash lieferten sich die NASCAR-Piloten Ryan Blaney und Carson Hocevar eine Prügelei.
Wenige Runden vor dem Ende kämpften die beiden Piloten um den zweiten Platz. Blaney zog an Hocevar vorbei, doch der setzte sofort zum Gegenangriff an. Als Blaney die Innenbahn verteidigte, berührten sich die beiden Autos.
Für Blaney hatte der Zwischenfall heftige Folgen. Er verlor die Kontrolle über seinen Wagen, krachte in die Begrenzungsmauer und musste das Rennen aufgeben. Damit gingen für ihn auch wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft verloren. Hocevar konnte hingegen weiterfahren.
"Ich hatte einfach das Gefühl, dass er nicht vom Gas gegangen ist. Ich habe ihm jede Menge Platz gelassen. Ich habe ihm nicht die Tür zugeschlagen, ihn nicht in die Mauer gedrängt, gar nichts. Das hätte ich problemlos tun können. Ich habe die Innenbahn verteidigt, und er hat entschieden, dass er dort sein wollte, ist nicht vom Gas gegangen und hat mich abgeschossen", sagte Blaney und kündigte zugleich an: "Ja. Es wird etwas passieren." Und es passierte etwas.
Nach dem Rennen machte er seine Ansage wahr. Blaney wartete auf seinen Rivalen, ging auf Hocevar zu und schubste ihn. Der reagierte sofort und schlug Blaney mit der Faust ins Gesicht.
Offizielle und Teammitglieder versuchten, die beiden Fahrer voneinander zu trennen. Doch Blaney konnte sich noch einmal losreißen und schlug seinerseits zu.
"Ich verstehe, warum er so aufgebracht ist", sagte Hocevar mit Blick auf Blaneys sportlichen Rückschlag: "Ich wäre wahrscheinlich auch sauer auf mich."