Prozess in Tirol

Nazi-Shirt getragen – Prozess plötzlich gestoppt

Ein 68-Jähriger stand wegen Wiederbetätigung vor Gericht. Kurz vor Ende der Verhandlung sorgte sein Anwalt für eine überraschende Wende.
04.11.2026, 06:51
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Mit einem T-Shirt, auf dem ein Neonazi-Symbol zu sehen war, besuchte ein 68-Jähriger einen Flohmarkt in Innsbruck. Deshalb stand er am Dienstag wegen des Verdachts der Wiederbetätigung vor dem Landesgericht.

Das Shirt zeigte ein Sonnenrad aus drei übereinandergelegten Hakenkreuzen, berichtet der ORF. Bei einer Hausdurchsuchung im Tiroler Oberland entdeckten Ermittler zudem eine Hitler-Büste, eine selbstgebaute Wanduhr mit Hakenkreuz und Totenkopf sowie Stahlhelme mit SS-Runen.

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Nazi-Sammlung im Haus entdeckt

Vor Gericht sollte geklärt werden, ob der Mann die Gegenstände auch anderen Personen gezeigt oder lediglich gesammelt hatte. Der Angeklagte behauptete, niemand habe die Sammlung gesehen. Dann kam es kurz vor Ende des Beweisverfahrens zu einer überraschenden Wendung.

Anwalt legt Strafbescheid vor

Verteidiger Sebastian Zangerl präsentierte einen Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Landeck, wie der ORF berichtet. Demnach war der 68-Jährige wegen Wiederbetätigung bereits bestraft worden. Die Strafe hatte er auch bezahlt.

Daraufhin wurde die Verhandlung unterbrochen. Nun muss geklärt werden, ob der Mann wegen derselben Tat bereits rechtskräftig bestraft wurde. Eine doppelte Bestrafung ist nicht zulässig.

Hebt die Bezirkshauptmannschaft ihren Strafbescheid auf, kann der Prozess am Landesgericht fortgesetzt werden. Damit wird allerdings voraussichtlich erst im kommenden Jahr gerechnet.

red, 04.11.2026, 06:51